NOSFERATU

EINE SYMPHONIE DES GRAUENS

Filmkonzert musikalisch begleitet von

Klangbau München

Am 26.11.98 um 21.00 Uhr

Im AAK im E-Werk

 

"Eine Symphonie des Grauens wollen Sie sehen? Sie dürfen mehr erwarten. Seien sie vorsichtig. Nosferatu ist kein Scherz, über den man banale Bemerkungen macht. Nochmals: Hüten Sie sich!" Kinoreklame von 1922

ZUM FILM:

Thomas Hutter, Sekretär eines Wisborger Maklers, reist nach Tansylvanien um mit dem Grafen Orlok über einen Hausverkauf zu verhandeln. Doch der Schloßherr ist ein Vampir, der Pest und Tod nach Wisborg bringt. Nur die junge Gattin von Hutter schafft es, in selbstloser Hingabe das Unheil zu bannen.

Nosferatu

Ein Meisterwerk des deutschen Stummfilmexpessionismus und genialer Vorläufer und Maßstab aller späteren Dracula-Verfilmungen. Virtuos nutzte Murnau die technischen, poetischen und emotionalen Effekte des Mediums.

Nosferatu

Murnau versuchte in seinem Vampirfilm NOSFERATU den unheimlichen Eindruck der geistigen Atmosphäre mit Elementen zu schaffen, die vielleicht noch nicht bewußter Expressionismus sind, aber seinen Formen angeähnelt erscheinen. Dieses grauenvolle Abenteuer, das Henryk Galeen manuskriptlich sicher gestaltet hatte, entzog sich von vornherein der naturalistischen Wiedergabe. Murnau unterstich den unwirklichen Charakter, inszenierte auf stilvolle Visionenen hin und erreichte die Wirkung des Grauen, das die natürlichen Formen herzugeben nicht fähig sind. (Rudolf Kurtz: Expressionismus und Film; Berlin 1926)


NOSFERATU- EINE SYMPOHNIE DES GRAUENS, Deutschland 1921/22, 35 mm, farbig viragiert, 94 Min., Regie: Friedrich Wilhelm Murnau, Drehbuch: Henrik Galeen, Kamera: Fritz Arno Wagner, Darsteller: Max Schreck, Alexander Granach, Gustav von Wangenheim, Greta Schröder, Georg Heinrich Schnell, Ruth Landshoff.

Bilder: © Archiv der Stiftung deutsche Kinemathek, Berlin


Musik

Klangbau München wurde in diesem Jahr von den Komponisten und Musikern Jan Kunkel (Violoncello) und Raimund Ritz (Klarinette) als offenes Ensemble gegründet, das schon durch seine variable Besetzung auf die dramaturgischen Bedingungen des jeweiligen Stummfilms eingehen kann, d.h. je nach Bedarf werden die Instrumente Klarinette und Cello durch weitere Instrumente oder Stimmen ergänzt.

Als Mitglieder des TrioFilmPalast erarbeiteten die beiden Musiker seit 1990 die Musik zu zahlreichen Stummfilmen wie z. B. DIE WEBER; ALGOL; TARTÜFF, etc. Ihre Aufführungen spielten sie in vielen Städten Deutschlands und Europas, u.a. in Moskau, Helsinki, Tallin, Palermo und Istanbul. Eingeladen wurden sie auch nach Kyoto, Osaka, Nagoya, Delhi, Bombay und Poona.

Jan Kunkel und Raimund Ritz haben sich bereits im TrioFilmPalast intensiv mit NOSFERATU beschäftigt und Murnaus Klassiker schon oft in der Besetzung Klarinette, Cello, Klavier mit gemischtem Chor begleitet. Zur Festivaleröffnung beim freiburger film forum 1998 mit NOSFERATU, wählte Klangbau München die eigenwillige kammermusikalische Besetzung Altus, Bass, Klarinette und Cello, um die traumatische Atmosphäre dieses großen Stummfilms besonders wirksam und vielfältig zur Geltung zu bringen, wozu auch die Wahl der Gesangstexte u.a. aus Ovids Metamorphosen beiträgt. Gespielt wird die Uraufführung einer Neukomposition von Jan Kunkel und Raimund Ritz für die sie die Sänger Otto Katzamaier (Bass) und Florian Mayr (Altus) gewinnen konnten.


F.W. Murnau

Bild: F. W. Murnau; © Gehler / Kasten: Friedrich Wilhelm Murnau

Viele weitere Informationen zum Film und zur Filmgeschichte (Namen, Daten, Kritiken, Berichte von der Produktion, Statistiken, Auswertungsergebnisse...) werden vom Deutschen Filminstitut - DIF gesammelt, aufbereitet, ausgewertet und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.


 
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