MADAME DUBARRY

Am 29.11.98 um 20.00 Uhr

Im Kommunalen Kino

Madame Dubarry - Szenenfoto

Das Pariser Lehrmädchen Jeanne lernt den Gesandten Don Diego kennen. Auf einem Ball kommt es zum Streit zwischen ihrem Freund, dem Studenten Armand und Don Diego. Armand tötet den Nebenbuhler und wird ins Gefängnis geworfen. Graf Dubarry, den Jeanne bei einem Dinner des Gesandten kennengelernt hat, nimmt sich ihrer an. Als er das Mädchen mit einer Petition an den Hof schickt, begegnet Jeanne Ludwig XV. Der König macht Jeanne zu seiner Mätresse und veranlaßt eine Scheinehe mit dem Bruder des Grafen. Madame Dubarrys Einführung bei Hofe führt zum Eklat.

Der 1919 im revolutionären Nachkriegsdeutschland mit großem Aufwand gedrehte Historien- und Ausstattungsfilm machte die Schauspieler Jannings und Negri zu den ersten Weltstars des deutschen Kinos. Lubitsch wußte die melodramatische Handlung mit Ironie zu brechen und demaskierte so die menschlichen Schwächen von Herrschenden und Beherrschten. Seine formale Meisterschaft zeigt sich in der Verbindung von intimem Kammerspiel und stimmungsvollen Massenszenen. Madame Dubarry- Szenenfoto

Joachim Bärenz verbindet bei seiner Klavierbegleitung zwei wesentliche Elemente der Stummfilmmusikbegleitung, die Improvisation und die Kompilation. Eigentlich ausgewiesener Liebhaber der spontanen Musikbegleitung, hat Bärenz bei dieser Vertonung vorhandenes Notenmaterial hinzugezogen, um die Stimmung der damaligen Aufführungspraxis nicht verloren gehen zu lassen. Er benutzt dazu die Musikstücke, die 1919 bei der New Yorker Uraufführung von MADAME DUBARRY verwandt wurden und verbindet diese Kompilationen mit seiner heutigen Art zu improvisieren.

Deutschland 1919, 109 Min. Regie: Ernst Lubitsch; Buch: Hanns Kräly, Fred Orbing, Ernst Lubitsch; Bauten: Kurt Richter, Karl Machus; Kamera: Theodor Sparkuhl, Kurt Waschneck; mit Pola Negri, Emil Jannings, Harry Liedtke, Reinhold Schünzel, Eduard von Winterstein, Magnus Stifter. Musik & Kompilation: Joachim Bärenz, Klavier

 


 
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