Doppelnaht

DOPPELNAHT: LESUNG & FILM

DOPPELNAHT ** | DIE ARCHITEKTEN

DOPPELNAHT **

Briefwechsel zur deutsch-deutschen Einheit

Anlässlich des 20. Jahrestages der Deutschen Einheit nehmen fünf Schriftstellerinnen und Schriftsteller mit einem Partner ihrer Wahl einen Briefwechsel auf und initiieren einen literarischen Dialog über den Stand der Dinge im Land. Auf der Basis der eigenen Lebensumstände und persönlichen Erfahrungen schreiben sich Feridun Zaimoglu und der Leipziger Lyriker Thomas Kunst, der diesjährige Georg-Büchner-Preisträger Reinhard Jirgl und der schwedische Schriftsteller Ulf Peter Hallberg, Marlene Streeruwitz und die Schauspielerin und Regisseurin Gabriele Gysi, Kathrin Schmidt und die Autorin Ingeborg Arlt sowie Andreas Maier und der Autor und Literaturkritiker Christoph Schröder. Die Briefwechsel werden in einer Veranstaltungsreihe mit den beteiligten Autorinnen und Autoren im Literaturbüro Freiburg, im Collegium Hungaricum Berlin sowie den Literaturhäusern Hamburg und Rostock und dem KulturHaus Loschwitz in Dresden präsentiert und auf der Internetseite des Projekts veröffentlicht.

In Freiburg werden die Schriftsteller Feridun Zaimo˘glu und Thomas Kunst ihren Briefwechsel vorstellen. Die Moderation übernimmt Insa Wilke, Literaturkritikerin und Programmleiterin des Literaturhaus Köln.

Projektträger: Literaturbüro Freiburg, inter:est Kulturprojekte Berlin. Gefördert von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, dem Kulturamt der Stadt

Freiburg und der Sparkasse Freiburg, in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung Berlin und der Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg sowie zahlreichen weiteren Partnern. Nähere Informationen zum Projekt: www.doppelnaht-briefwechsel.de

Di 05.10., 20:00 | Kinosaal | Eintritt: 8,00/6,00 Euro


DIE ARCHITEKTEN

Regie: Peter Kahane
| DDR 1990 | 107 Min. |

DIE ARCHITEKTEN ist der Beitrag des Kommunalen Kinos zur Veranstaltungsreihe »Doppelnaht«. Wie war der Osten Deutschlands vor der Wiedervereinigung, wie war das Leben in der DDR? Nur mit diesem Wissen lassen sich die Veränderungen der letzten 20 Jahre ermessen.

Daniel – Ende 30, Architekt, verheiratet, eine Tochter. Lange hat er zwar erfolgreich an Wettbewerben teilgenommen und doch nur Bushaltestellen und Telefonzellen bauen dürfen. Durch Fürsprache seines alten Professors bekommt er jetzt die Chance, ein ganzes Neubauviertel in Marzahn planen zu dürfen. Eines, in dem die Menschen wirklich leben könnten…

Dieser »letzte« Film der DEFA wurde 1988 geschrieben. Die Dreharbeiten zogen sich bis in den November 1989, als die Mauer fiel. Die Endzeitstimmung dieser Geschichte aus einem inzwischen nicht mehr existierenden Land hatte in der Euphorie der nun folgenden Wiedervereinigung keinen Platz mehr in den Kinos und bleibt dennoch ein bewegendes Zeitdokument über das Leben in den letzten Tage der DDR. Den Architekten geht es wie ihren Mit-bürgern: Den optimistischen Aufbruchsideen stehen die Beharrungskräfte des Systems gegenüber…

Do 07.10., 21:30 | So 10.10., 17:30