kino avantgarde

DOPPLEREFFEKT:

FABIAN CHIQUET (03.09.–09.09.)

SILVI SIMON (11.09.–19.09.)

Filmräume statt 3-D-Kino inszenieren Fabian Chiquet und Silvi Simon in zwei aufeinander folgenden Einzelausstellungen, organisiert von Casimir-Effekt. Im Gegensatz zum Kino muss sich der Betrachter den Filmraum durch eigene Bewegung selbst erschließen.

Der Schweizer Künstler Fabian Chiquet (*1985) gehört zur jungen crossmedialen Generation und kompiliert in seiner Installation The Crisis von 2009 Elemente der Pop-Kultur mit tradierten Formen, die an ein sakrales Triptychon erinnern. Messianischer Starkult wird auf private Selbstinszenierung heruntergebrochen, wie sie etwa im Web 2.0 omnipräsent sind.

Die abgehängte, dreigliedrige Projektionsfläche aus Glas nebst der reflektierende Diskokugel bilden durchaus formale Ähnlichkeiten zum Werk filmatruc à verres n°2 von 2009 der französischen Künstlerin Silvi Simon (*1970). Inhaltlich aber nähert sie sich dem Medium Film auf fast diametrale Weise. Verwendet Chiquet den Schwarzweißfilm als bewusstes Retro, arbeitet Silvi Simon mit vorgefundenem, altem 16 mm Material, um es durch Fotogläser, in Kugelform arrangiert, poetisch im Raum zu brechen. Die Arbeit lässt noch fast kindliches Staunen über das im gesamten Raum umherflimmernde Bild zu.

Weitere Introspektionen in die Vielfalt des zeitgenössischen künstlerischen Filmschaffens unternimmt ein Screening am Dienstag den 14. September um 19:30 mit den Künstlern der Ausstellung sowie Beiträgen von Esther Hunziker, Arnold von Wedemeyer, Werner von Mutzenbecher u. a.

Öffnungszeiten der Ausstellung: Di–Fr: 19:00–21:00 Uhr, Sa, So: 16:00–21:00 Uhr und auf Anfrage

Fr 03.09., 20:00, Vernissage und Filmprogramm, zu Gast: Fabian Chiquet | Sa 10.09., 19:00, Vernissage, zu Gast: Silvi Simon | Do 14.09., 19:30, Filmprogramm