TANZ ALS KÜNSTLERISCHE AUSDRUCKSFORM

Im Rahmen des im Juni begonnenen Tanzschwerpunkts stehen im aktuellen Programm filmische Darstellungen von Werken großer Tanzkünstlerinnen im Mittelpunkt.

Den Einstieg bildet eine Dokumentation der gefeierten Tanzperformance von Sasha Waltz, die im vergangenen Jahr eigens anlässlich der Wiedereröffnung des Neuen Museums in Berlin-Mitte uraufgeführt worden ist. Pünktlich zum Deutschlandstart wird anschließend der neue Film BREATH MADE VISIBLE, ein Porträt der amerikanischen Tanzpionierin Anna Halprin gezeigt.

Wir sind besonders erfreut, dass der Schweizer Filmemacher Ruedi Gerber Filmemacher anwesend sein wird. Den Abschluss der Reihe bilden die kunstvoll gestalteten Tanzfilme der Basler Choreographin und Videokünstlerin Heidi Köpfer.

Mit Unterstützung des E-Werks.

SASHA WALTZ – DIALOGE 09 | BREATH MADE VISIBLE | HEIDI KÖPFER – TÄNZERISCHE EXPERIMENTE IM RAUM.


SASHA WALTZ – DIALOGE 09

TANZPERFORMANCE ZUR ERÖFFNUNG DES NEUEN MUSEUMS BERLIN

Regie und Buch: Sasha Waltz, Brigitte Kramer, Jörg Jeshel
| Deutschland 2009 | 52 Min. |

Sasha Waltz, die aus Karlsruhe stammende und seit gut 20 Jahren in Berlin lebende Tänzerin und Choreographin gilt seit dem Tod von Pina Bausch als einzige deutsche Choreographin von Weltrang. Anlässlich der Wiedereröffnung des von Stararchitekten aufwändig restaurierten Neuen Museums in Berlin-Mitte entwickelte sie eine Choreographie – entstanden ist eine tänzerische Interaktion mit den (noch) leeren Räumen und Wänden des Museums. Die von ihrem Starensemble inszenierte Choreographie wurde vor einem Jahr nur einige wenige Male aufgeführt – und zum Glück auch filmisch festgehalten. Dankenswerter Weise erteilte uns die Sasha Waltz Agentur die Erlaubnis, diesen Film zweimal öffentlich aufzuführen.

So 04.07., 19:30 | Di 06.07., 21:45


BREATH MADE VISIBLE

Regie Ruedi Gerber | Kamera Adam Teichman
| Schweiz/USA 2009 | OmU | 80 Min. |

Wie lassen sich Leben und Tanz aufs engste verbinden? Auf diese Frage sucht die 1920 geborene Tanzpionierin Anna Halprin aus dem USA seit gut 70 Jahren in ihrer tänzerischen Auseinandersetzung eine Antwort. Ihre hierbei entwickelten neuartigen Choreographien haben den experimentellen Postmodern Dance entscheidend mitgeprägt.

Der Schweizer Filmemacher Ruedi Gerber verbindet in seinem Filmporträt neue Interviews und Bühnenauftritte mit früheren Performances. Durch seine persönliche Nähe zu Anna Halprin nehmen wir teil an ihrer Biographie – und an der Entwicklung von Tanz als Kunst- und Lebensform.

Do 15.07., 19:30 | Fr 16.07., 21:45 | Sa 17.07., 19:30 | zusätzliche Vorstellung Mo 26.07., 20:00 | Do 29.07., 19:30, zu Gast: Regisseur Ruedi Gerber | zusätzliche Vorstellung So 01.08., 19:30


HEIDI KÖPFER – TÄNZERISCHE EXPERIMENTE IM RAUM.

EINE WERKSCHAU

Vor über 30 Jahren unternahm Heidi Köpfer ihre ersten Schritte als Choreographin in Basel im Bereich des innovativen Tanzes, vor rund 20 Jahren begann sie die tänzerischen Ausdrucksmöglichkeiten auch filmisch zu erkunden. Auch hier war ihr schon bald großer Erfolg beschieden. Ihre Filme wurden bislang weltweit auf mehr als 200 Festivals gezeigt und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

Nach 2000 zeigen wir erneut einen Querschnitt ihrer Videoarbeiten, bei dem auch die neuesten Arbeiten zu sehen sein werden. Die Auswahl der Werke repräsentiert die gesamte Bandbreite ihres kreativen Schaffens. Die Künstlerin, die erst vor Kurzem im E-Werk Freiburg eine Performance aufführte, wird kurz in die Filme einleiten und steht hinterher für einen persönlichen Austausch zur Verfügung.

Di 27.07., 19:30, zu Gast: Heidi Köpfer