WHAT‘S LOVE…?

Mit der Liebe ist es wie mit Maultaschen: Alle wissen, was »Liebe« ist – das heißt, jede und jeder hat ein eigenes Rezept dafür. Wer hat nicht eine Vorstellung davon, was dieses Wort bedeutet und wie sie aussieht, wenn sie »richtig« ist. Und jede dieser Vorstellungen hat ihre eigene Vorgeschichte in der Literatur, den Filmen, der Welt, die uns umgibt. Oft ist ein Liebeskonzept Basis für einen Film – spannender wird es jedoch, wenn zwei Vorstellungen gegeneinandergesetzt und abgewogen werden. In den Sommermonaten zeigen wir heitere, spannende und romantische Auseinandersetzungen um Herzensdinge – zum Mitdenken oder zum Zurücklehnen und Genießen.

SHOPPEN | KÜSS MICH, DUMMKOPF | BREAKING THE WAVES


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Regie und Buch: Ralf Westhoff | mit Sebastian Weber, Anna Böger, Felix Hellmann, Katharina Schubert
| Deutschland 2006 | 95 Min. |

Achtzehn Singles in München und ein Speed-Dating-Termin – da erfährt man eine Menge über Lebensentwürfe und Liebesvorstellungen. Fünf Minuten haben die jeweiligen Paarungen Zeit, einander das wichtigste zu erzählen – wer gibt wem Gelegenheit, diesen ersten Kontakt zu vertiefen?

Der Erstlingsfilm von Ralf Westhoff ist ein komik- und temporeicher Ensemblefilm, der es versteht, in aller Kürze seine Figuren überzeugend zu charakterisieren.

Mi 07.07., 21:30 | Di 13.07., 19:30 | Mi 14.07., 21:30


KÜSS MICH, DUMMKOPF

KISS ME, STUPID

Regie: Billy Wilder | mit Dean Martin, Kim Novak, Ray Walston, Felicia Farr
| USA 1964 | DF | 124 Min. |

Der Klavierlehrer Orville und sein Frau Zelda sind ein hingebungsvolles Ehepaar in der Provinz; doch als der Schlagersänger Dino auf dem Weg aus Las Vegas ausgerechnet in Ihrem Kaff hängenbleibt, gerät einiges durcheinander. Denn Orville muss einen Weg finden, Dino seine selbst geschriebenen Songs vorzuspielen. Leider ist Zelda ein großer Dino-Fan – und Orville rasend eifersüchtig. So inszeniert er einen Frauentausch und gibt das Barmädchen Polly (»The Pistol«) aus der Spelunke »Belly Button« als brave Gattin aus.

Die bittere Satire über Moral und ... alles andere ... erschreckte bei seinem Erscheinen die sittsamen Amerikaner so sehr, dass sie die Liebenswertheit der Charaktere ganz übersahen.

Mi 21.07., 21:30 | Do 22.07., 21:30 | So 25.07., 19:30


BREAKING THE WAVES

Regie und Buch: Lars von Trier | Kamera: Robby Müller | mit Emily Watson, Stellan Skarsgard, Katrin Cartlidge
| Dänemark 1996 | OmU | 152 Min. |

Bess gerät in Ihrem kalvinistischen schottischen Heimatort ins Gerede, weil sie einen Fremden heiratet – einen Arbeiter von einer Ölplattform. Doch als er nach einem Unfall querschnittsgelähmt zu ihr heimkehrt und sie – in der falschen Annahme, ihr Gutes zu tun – nötigt, mit anderen Männern zu schlafen, gerät sie völlig ins Abseits.

Zum Abschluss unserer Reihe wird es tragisch: Als ersten Teil seiner »Golden Heart«-Trilogie drehte Lars von Trier dieses Melodram über eine aufopferungsvolle Frau – Emily Watson wurde für ihre Darstellung preisgekrönt. Ob man Triers Frauenbild akzeptiert oder als eher abschreckendes Beispiel sieht, bleibt den Betrachtern überlassen...

So 25.07., 21:45 | Di 27.07., 21:30 | Mi 28.07., 21:30