STUMMFILM MIT MUSIKBEGLEITUNG

ASPHALT

Regie: Joe May | Buch: Fred Majo [= Joe May], Hans Székely, Rolf E. Vanloo (nach einer Filmnovelle von Rolf E. Vanloo) | Kamera: Günther Rittau | Bauten: Erich Kettelhut | Musik: Willy Schmidt-Gentner (1929 bei Uraufführung) | mit Betty Amann, Gustav Fröhlich, Albert Steinrück
| Deutschland 1928/29 | 90 Min. |

Eine kühne Vision der Metropole Berlin: nächtliche Boulevards, Neonlichter, dunkle Schatten, Lxus, Verbrechen und Erotik.

ASPHALT (1928/1929) war eine Spitzenproduktion der Ufa, die mit enormem Aufwand in den Babelsberger Studios gedreht wurde. In der größten Studiokulisse Europas ließ der Regisseur Joe May hierfür eine luxuriöse Einkaufsstraße nachbauen, welche das mondäne Berlin der 20er Jahre in Szene setzt. Die Kamera- und Lichtführung belegt eindrucksvoll einen der Höhepunkte der deutschen Stummfilmproduktion: Ausgeklügelte Kamerafahrten verknüpfen Innen und Außen und nuancierte Beleuchtungen illuminieren die prickelnde, raubkatzenhafte Erotik der Juwelendiebin, gespielt von Betty Amann.

Der Film erzählt von einem Polizei-Wachtmeister, der die schöne Else beim Juwelendiebstahl erwischt. Die raffinierte Halbweltdame verführt den Polizist und entgeht so ihrer Verhaftung. Der brave Schutzmann verfällt ihrer dekadenten Welt und wird zum Mörder aus Eifersucht. Als er von dem eigenen Vater, dem Hauptwachtmeister Holk, verhaftet wird, scheint alles verloren zu sein. Doch die Liebe findet ihren Weg…

So 25.04., 19:30, Rekonstruierte Fassung – musikalische Begleitung: Günter A. Buchwald