CARLOS REYGADAS

STELLET LICHT

Regie und Buch: Carlos Reygadas | Kamera: Alexis Zabe | mit Cornelio Wall, Maria Pankratz, Miriam Toews, Peter Wall, Jacobo Klassen, Elizabeth Fehr
| MEX/F/NL/D 2007 | OmU | 136 Min. |

STELLET LICHT erzählt eine tragisch-poetische Liebesgeschichte in einer plattdeutschen Mennonitengemeinde im Norden Mexikos. Der mit Esther verheiratete Johan ist Bauer, hat sechs Kinder. Damit, dass er mit Marianne ein Verhältnis hat und zwei Frauen gleichzeitig liebt, begeht er eine unverzeihliche Sünde, und stellt sich gegen Gemeinde und Gott. Heftige Gewissenqualen treiben Johan an den Rand seiner seelischen Belastbarkeit. Er spricht mit beiden Frauen offen über seine Gefühle, auch wenn es noch so verletzend für sie ist. Johan glaubt trotz allem daran, dass das Paradies auch auf Erden existieren kann.

»Stellet Licht erweckt oft den Eindruck, aus der Welt gefallen zu sein: Die alltäglichen Verrichtungen der streng mennonitisch lebenden Bauern, die sich moderner Techn-logie verweigern, ihr altertümliches Plattdietsch. Reygadas drehte in der weiten und wenig besiedelten Landschaft Nordmexikos, benutzte nur Originalton und natürliches Licht und setzte Laiendarsteller ein. In deren Verhalten mischt sich spröde Wortkargheit mit unmittelbarer Präsenz und fördert so Unerwartetes zutage.« (Schnitt)

Der 3. Film des mexikanischen Ausnahmeregisseurs Carlos Reygadas (JAPON, BATTLE IN HEAVEN) wurde in Cannes 2007 mit dem Preis der Jury ausgezeichnet.

Mi 20.01., 21:45 | Di 26.01., 21:30 | So 31.01., 19:30