PILGERN

ZU FUSS NACH SANTIAGO DE COMPOSTELA

Regie und Buch: Bruno Moll | Kamera: Bruno Moll, Roman Weishaupt
| Schweiz 2007 | OmU | 100 Min. |

Roman Weishaupt aus dem bündnerischen Degen in der Schweiz hat ein Ziel vor Augen: In drei Monaten will er auf dem berühmtenJakobsweg nach Santiago de Compostela 2.300 Kilometer zurück legen. Die Lust an der Herausforderung und die Hoffnung, sich besser kennen zu lernen, treiben ihn an. Man erlebt die Transformation Weishaupts vom neugierigen Wanderer zum Jakobswegpilger – bis zu jenem Punkt, an dem das Gehen, die Routine jedes Augenblicks, zur Trance wird: »Ich hab dann bemerkt, dass ich nicht mehr die volle Kontrolle über mich habe. Wenn ich plötzlich zu lachen anfange, oder zu singen, und nicht weiß weshalb, oder zu weinen. Ja, man muss plötzlich weinen – ohne Motiv.« Es sind Stellen wie diese, die Roman Weishaupts Pilgerreise angenehm von den vielen »Wellnesswanderungen« der vergangenen Jahre unterscheidet. Wenn andere längst wieder da sind, beginnen für Roman Weishaupt erst die Grenzerfahrungen des Jakobsweg. Was bringt einen jungen Schweizer wie Roman Weishaupt dazu, über 2.000 Kilometer weit zu pilgern? Wie erklärt sich eigentlich das Phänomen Jakobsweg, das auch dieses Jahr wieder Zehntausende Pilger Richtung Santiago de Compostela treibt? Der Film geht diesen Fragen nach. Und er tut dies so unmittelbar und eindringlich, als wäre der Zuschauer selbst unterwegs nach Nordspanien.

Fr 25.12., 19:30 | Sa 26.12., 17:30 | Di 29.12., 19:30 | Fr 01.01., 17:30