METROPOLE UND LEBENSALLTAG

VOLVER | HAVANNA – DIE NEUE KUNST, RUINEN ZU BAUEN

VOLVER

Regie: Pedro Almodóvar | mit Penélope Cruz, Carmen Maura, Lola Dueñas, Blanca Portillo, Yohana Cobo, Chus Lampreave, Antonio de la Torre, Carlos Blanco
| Spanien 2006 | OmU | 121 Min |

Powerfrau Raimunda kümmert sich um ihren arbeitslosen Mann, der am liebsten mit einer Bierdose vor dem Fernseher hockt, um ihre pubertierende vierzehnjährige Tochter und ihre Schwester Sole sowie den Rest der Familie. Doch als plötzlich hinten im Kühlraum ein äußerst schweigsamer und ziemlich toter Männerkörper liegt, während vorne in ihrem Restaurant ein äußerst lebhaftes Filmteam eine ziemlich lautstarke Party feiert, ist unbedingte Frauensolidarität gefragt. Und so formiert sich spontan ein weibliches Leichenräumkommando, bestehend aus Raimunda, ihrer Tochter, einer hilfsbereiten Prostituierten von nebenan und dem plötzlich sehr lebendigen Geist der verstorbenen Großmutter. Die Leiche ist zwar bald fort, aber die Probleme, fangen erst an...

VOLVER lässt bei aller Vergnügtheit, Kühnheit und gelebten Solidarität jederzeit einen Lebensschmerz durchschimmern, den die drei Generationen von Frauen mit sich herumtragen. Gerade dank dieser Verankerung sowie des mit bedacht eingestreuten Übernatürlichen und Grotesken entwickelt die Tragikomödie ihre wirkliche Kraft. Diese meisterhafte Balance widerspiegelt Penélope Cruz.

In Zusammenarbeit mit dem Romanischen Seminar der Universität Freiburg

So 06.12., 19:30 | Mi 09.12., 21:30 | So 13.12., 21:30

HAVANNA – DIE NEUE KUNST, RUINEN ZU BAUEN

Regie und Buch: Florian Borchmeyer | Kamera: Tanja Trentmann | Schnitt: Birgit Mild | mit Antonio José Ponte, Totico Fernández, Misleidys, Nicanor del Campo
| Kuba/Deutschland 2006 | OmU | 97 Min. |

Einst nannte man Havanna die »Perle der Karibik«. Heute aber ist die kubanische Hauptstadt von Ruinen und einsturzgefährdeten Bauten geprägt – für Touristen eine poetisch-pittoreske Welt, für die Bewohner hingegen stellen die Gebäude eine alltägliche Lebensgefahr dar.

Der Dokumentarfilm fängt die Atmosphäre der komplett baufälligen Stadt ein und porträtiert fünf höchst unterschiedliche Menschen, die versuchen, sich mit dieser im wahrsten Wortsinn ruinösen Umgebung zu arrangieren: Einen Arbeiter und einen Obdachlosen, eine frühere Millionärsgattin, einen enteigneten Großgrundbesitzer und einen Schriftsteller.Bayerischer Filmpreis 2006 als bester Dokumentarfilm

In Zusammenarbeit mit dem Romanischen Seminar der Universität Freiburg

Mi 16.12., 19:30, zu Gast: der Regisseur Florian Borchmeyer | Fr 18.12., 21:30