KUNST IM FILM

DIE STILLE DER UNSCHULD – DER KÜNSTLER GOTTFRIED HELNWEIN

Buch und Regie Claudia Schmid | Kamera Susu Grunenberg | Schnitt Kawe Vakil
| Deutschland 2009 | 116 Min. |

»Es ist nicht mein Bild, vor dem sich die Leute fürchten, sondern es sind ihre eigenen Bilder in ihren Köpfen. Meine Arbeiten sprechen offensichtlich etwas an, das im Unterbewusstsein des Betrachters schon vorhanden ist.« (Gottfried Helnwein, die Wirkung seiner Kunst reflektierend)

Seit mehr als dreißig Jahren setzt sich der österreichische Maler und Fotokünstler G. Helnwein kritisch mit Geschichte, aktueller Politik und Gesellschaft und der menschlichen Existenz in unserer Zeit auseinander und setzt dabei gelegentlich auch das Mittel des Schocks ein. Seine teils hyperrealistischen Darstellungen stellen Appelle gegen das kollektive Verdrängen dar. Da sich Helnwein in seiner künstlerischen Arbeit immer kompromisslos blieb gehört er zu den umstrittensten Künstlern der Nachkriegszeit. Seine Kunst hinterlässt einen nachhaltigen Eindruck bei den Betrachtenden – diese Intensität bringt uns auch die Filmemacherin Claudia Schmid nahe. Sie hat Helnwein zwei Jahre lang begleitet und ihn in verschiedenen Schaffensprozessen in seinem Schloss in Irland und in seinem Atelier in Los Angeles beobachtet. Dabei gibt der Film einen sensiblen Einblick in die Intensität des künstlerischen Prozesses und in Helnweins persönliches Umfeld. In der Verbindung von filmischer Beobachtung und Gesprächen über Kunst, Politik und Gesellschaft entstand ein dichtes, eindringliches Portrait über einen künstlerischen Freigeist.

Do 17.12., 19:30, zu Gast: Regisseurin Claudia Schmid | So 20.12., 17:30 | Di 22.12., 21:30