FILME MIT GÉRARD DEPARDIEU

In Zusammenarbeit mit dem Centre Culturel Français Freiburg (CCFF) und dem Bureau du Cinéma, Berlin zeigen wir vier Filme mit dem französischen Schauspieler Gérard Depardieu, die lange nicht mehr auf der Leinwand zu sehen waren und die die Bandbreite seiner Darstellungskunst der letzten dreißig Jahre illustrieren. In dieser Reihe – im Juli folgt noch QUAND J’ÉTAIS CHANTEUR/ CHANSON D’AMOUR – können Meisterwerke von Alain Resnais, François Truffaut und Marguerite Duras im ciné club und im kino avantgarde wiederentdeckt werden.

MEIN ONKEL AUS AMERIKA | DIE LETZTE METRO | LE CAMION

MEIN ONKEL AUS AMERIKA

MON ONCLE D’AMÉRIQUE

Regie: Alain Resnais | Buch Jean Gruault | Kamera: Philippe Brun | mit Gérard Depardieu, Roger Pierre, Nicole Garcia, Marie Dubois
| Frankreich 1980 | OmeU | 126 Min. |

Mit einer rasanten Montage der Entwicklungsgeschichten von drei Menschen, die aus verschiedenen sozialen Hintergründen stammen, beginnt dieser Film. Die Lebensgeschichten dieser »Versuchskaninchen« verbinden sich mit den Thesen des Verhaltensforschers Laborit in der Folge zu einem vergnüglichen Puzzle. Dabei werden die Thesen des Wissenschaftlers von den Erlebnissen der Protagonisten ebenso oft illustriert wie widerlegt und gerne auch mal parodiert: dann laufen die Darsteller mit Rattenköpfen herum. Depardieu verkörpert einen gestressten Fabrikdirektor, der aus dem bäuerlichen Milieu stammt und am liebsten Filme mit Jean Gabin anschaut. – Trotz aller Komplexität ist der Film nicht kompliziert, sondern spannend und unterhaltend.

Fr 05.06., 21:30 | So 07.06., 19:30

DIE LETZTE METRO

LE DERNIER MÉTRO

Regie: François Truffaut | mit Gérard Depardieu, Catherine Deneuve, Jean Poiret, Heinz Bennent
| Frankreich 1980 | OmU | 133 Min. |

Paris, September 1942. Da die deutsche Besatzung eine nächtliche Ausgangssperre verhängt hat, ist es für die Bewohner der Stadt wichtig, dass sie die letzte Metro nicht verpassen. Der jüdische Theaterdirektor Lucas Steiner versteckt sich im Keller, wo er von seiner Frau Marion heimlich versorgt wird. An der Seite des Nachwuchsschauspielers Bernard Granger spielt Marion die Hauptrolle in einem neuen Stück. Durch einen Lüftungsschacht hört Lucas Steiner, was auf der Bühne gesprochen wird. So spürt er auch, dass Marion sich in ihren Bühnenpartner verliebt hat, obwohl sie ihn aus Pflichtgefühl auf Distanz hält…

In Zusammenarbeit mit dem Deutsch-Französischen Gymnasium Freiburg (DFG)

Di 16.06., 19:30, Einführung: Flavien Le Bouter & Mathias Schillmöller | Do 18.06., 21:45, Diese Vorstellung ist Teil der RVF-Kampagne»Stadt – Land – RegioKarte«.

Inhaber einer gültigen RegioKarte erhalten 2,00 Euro Eintrittssermäßigung (siehe auch www.rvf.de )

LE CAMION

Regie: Marguerite Duras | mit Gérard Depardieu und Marguerite Duras
| Frankreich 1977 | OmeU | 90 Min. |

In LE CAMION lesen Marguerite Duras und Gérard Depardieu die Geschichte eines möglichen Films. Dieser handelt von einer Frau, die in einem Lastwagen mitgenommen wird und während der Fahrt mit dem Fahrer spricht, singt und irgendwann wieder aussteigt; dazwischen Aufnahmen eines Lastwagens, der durch öde Landschaften fährt. Der Dialog ist mit Reflexionen über die Gestalt der Frau wie auch über politische Themen durchsetzt. Depardieu machte durch seine Offenheit und seine Bereitschaft zuzuhören diesen Film überhaupt erst möglich.

Di 23.06., 19:30