MANOEL DE OLIVEIRA ZUM 100.

BENILDE, JUNGFRAU UND MUTTER

BENILDE OU A VIRGEM MAE

Regie und Buch: Manoel de Oliveira Kamera: Elso Roque Schnitt: Manoel de Oliveira mit Maria Amélia Aranda, Jorge Rola, Jacinto Ramos, Maria Barroso, Augusto Figueredo
| Portugal 1975 | OmU | 110 Min. |

Wer ist Manoel de Oliveira? 1908 geboren, ist der Portugiese gewiss der älteste noch aktive Filmregisseur der Welt. 1929 drehte er seinen ersten Film DOURO FAINA FLUVIAL, der 1931 noch als Stummfilm seine Uraufführung erlebt. Dieser Dokumentarfilm, von Walter Ruttmanns BERLIN. DIE SINFONIE DER GROSSTADT (1927) inspiriert, wird heute zu den wichtigen Filmen der internationalen Avantgarde gerechnet. 78 Schaffensjahre von Manoel de Oliveira folgen.

Die »Tetralogie der gescheiterten Lieben« O PASSADO E O PRESENTE (VERGANGENHEIT UND GEGENWART, 1971), BENILDE OU A VIRGEM MAE (BENILDE, JUNGFRAU UND MUTTER, 1975), AMOR DE PERDICÃO (VERHÄNGNIS DER LIEBE, 1978), und FRANCISCA (1981) sind das Schlüsselwerk zum Verständnis von Oliveiras Vision der Welt und des Kinos. Hier hat er ein Leitmotiv und seine Filmsprache gefunden, die er in modifizierter Form bis heute beibehalten hat. Allen Figuren gemeinsam ist die Sehnsucht nach dem Absoluten, im Guten wie im Bösen und damit nach dem Unerreichbaren. Für sein Alter sei er nicht verantwortlich, für seine Filme schon, hat Manoel de Oliveira gesagt. Zu seinem 100. Geburtstag zeigen wir BENILDE, JUNGFRAU UND MUTTER, die Geschichte eines jungen Mädchens, das allein mit seinem strengen, menschenfeindlichen Vater aufwächst.

Sa 03.01., 19:30 | So 04.01., 21:30 | Di 06.01., 21:30