Rosetta

NEUE (T)RÄUME IM FRANKOPHONEN FILM/h2>

ROSETTA

Buch und Regie: Luc und Jean-Pierre Dardenne Kamera: Alain Marcoen mit Emilie Dequenne, Fabrizio Rongione, Anne Yernaux | Belgien/Frankreich 1999 | OmU | 95 Min. |

Ein Vorort in einer kleinen belgischen Stadt. Rosetta lebt mit ihrer alkoholabhängigen Mutter in einer Wohnwagensiedlung. Nichts will sie mehr, als einer geregelten Arbeit nachzugehen, sei es als Fabrikarbeiterin, als Verkäuferin, egal was. Aber nichts ist schwerer als das. Atemlos, gleich einem gehetzten Tier, stürzt Rosetta voran, fällt hin, rappelt sich mit endloser Energie wieder auf, sieht die Hand nicht, die ihr entgegengestreckt wird. Rosetta ist besessen von der Furcht, unterzugehen, besessen von der Schmach, eine Außenseiterin zu werden. Sie sehnt sich nach einem normalen Leben. Auch sie will ihre Chance haben. Hautnah verfolgen Luc und Jean-Pierre Dardenne die kämpferische junge Frau mit der Handkamera, registrieren mit äußerster Präzision jede ihrer Bewegungen. Diese Intensität erinnert an »Dogma«, doch die Dardennes pflegen diesen direkten, authentischen Stil schon seit Jahren.

Ein kontroverser, aber mutiger Jury-Entscheid, diesen kompromisslosen Film in Cannes mit der Goldenen Palme auszuzeichnen.

Do 04.12., 19:30, Einführung: Flavien Le Bouter & Mathias Schillmöller, in Kooperation mit DFG und CCFF | So 07.12., 17:30 | Di 09.12., 19:30, in Kooperation mit dem Romanischen Seminar der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, dem Frankreich-Zentrum und CentreCulturel Français Freiburg