ENTENKINO: 60 JAHRE 2CV

Am 7. Oktober 1948 stellte die Firma Citroen erstmals ihr Modell 2CV vor. In den folgenden Jahren entwickelte sich die »Ente« nicht nur in Frankreich zu einem sensationellen Erfolg: äußerlich fast unverändert wurde der Kleinwagen bis 1990 gebaut. Als Auto der kleinen Leute und Nonkonformisten taucht der 2CV auch in vielen Spielfilmen auf. In Zusammenarbeit mit dem Freiburger 2CV-Club »Dreisamenten« würdigt das Kommunale Kino im Oktoberprogramm den 60. Geburtstag des »Döschwo«.

DER CLOCHARD UNTER DEN KLEINWAGEN: CITROEN 2CV | DIE UNWÜRDIGE GREISIN | DAS GROSSE RENNEN VON BELLEVILLE | DER SOMMER DES FALKEN

DER CLOCHARD UNTER DEN KLEINWAGEN: CITROEN 2CV

Zunächst als »Affenschaukel« oder »hässliches Entlein« verspottet, erlebte der 2CV eine sensationelle Produktionszeit von 42 Jahren. Der Wagen war nicht nur ein billiges Fortbewegungsmittel, sondern etablierte sich ab den 60er Jahren als Symbol für individuellen und antibürgerlichen Lebensstil.

Auch in Spielfilmen unterstreicht der Deux-Chevaux die Besonderheit seiner Fahrer/-innen: in ausgewählten Filmausschnitten stellen wir die Ente als Alltags- und Fluchtauto, als Leichenwagen und Slapstick-Vehikel vor.

Fr 10.10., 20:00, Vortrag: Dieter Bootz (Dreisamenten Freiburg) | Galerie

DIE UNWÜRDIGE GREISIN

LA VIEILLE DAME INDIGNE

Regie und Buch: René Allio nach einer Kalendergeschichte von B. Brecht Kamera: Denys Clerval mit Sylvie, Malka Ribovska, Ettiene Bierry | | Frankreich 1964 | DF | 92 Min. |

Eine alte Frau, die Witwe geworden ist, entdeckt die Freiheit. Ohne auf den Protest der Familie zu achten, lebt sie von nun an ihr eigenes Leben, kauft sich einen 2CV, fährt in Urlaub... Die französische Charakterschauspielerin Sylvie in »einem Werk von unwiderstehlichem Charme« (Süddt. Zeitung).

Fr 03.10., 21:30 | Mi 08.10., 21:30 | Sa 11.10., 19:30

DAS GROSSE RENNEN VON BELLEVILLE

LE TRIPLETTES DE BELLEVILLE

Regie und Buch: Sylvain Chomet |
| F/B/Kanada 2003 | DF | 78 Min. | ab 12 Jahren |

Irgendwo in der Banlieue von Paris: Champion, so heißt er wirklich, lebt bei seiner Großmutter, Madame Souza. Seine einzige Passion ist das Fahrradfahren. Irgendwann arbeitet Madame ein ausgeklügeltes Training für ihn aus. Da lässt die Tour de France nicht lange auf sich warten – vielleicht hätte Champion ja eine Chance gehabt, Sieger zu werden, wenn er nicht mit einem Schiff in die USA verschleppt worden wäre? Doch Oma Souza ist den Entführern auf den Fersen, quer über den Ozean. Fiese Bösewichten in schwarzen Enten in einem wundervollen Animationsfilm.

So 05.10., 17:30 | Do 09.10., 19:30 | Fr 10.10., 21:30

DER SOMMER DES FALKEN

Regie: Arend Agthe Buch: Monika Seck-Agthe, Arend Agthe Kamera: Jürgen Jürges mit Andrea Lösch, Janos Crecelius, Herm
| BR Deutschland 1987 | 104 Min. | ab 8 Jahren |

Ein verschlossener, ängstlicher Großstadtjunge begegnet in der mächtigen Bergwelt Südtirols einem Bauernmädchen, mit dem skrupellosen Unhold stellt, der Eier aus einem Falkennest stiehlt, um sie an Araber zu verkaufen. Ein abenteuerlicher Unterhaltungsfilm vor großartig eingefangener Naturkulisse, der aktionsreiche Szenen mit skurrilen Einfällen verbindet und auf sympathische Weise vom Mut, der Berge versetzt, erzählt.

Sa 11.10., 17:30 | Sa 18.10., 17:30