18. FREIBURGER LESBENFILMTAGE 22.05. – 25.05. 2008

»Das Leben ist wie ein perfektes Dinner. Auf die richtige Zusammensetzung kommt es an!«

Unser Eröffnungsfilm NINAS HIMMLISCHE KÖSTLICHKEITEN von Pratibha Parmar beweist auf romantische Weise und mit einem charmanten Blick auf die Familie, dass die Liebe kein Rezept kennt.

Anlässlich des 100. Geburtstages von Annemarie Schwarzenbach am 23.05.2008 zeigen wir den Dokumentarfilm über ihr Leben, ANNEMARIE SCHWARZENBACH – UNE SUISSE REBELLE, in einer neu bearbeiteten, deutsch synchronisierten Fassung. Ganz aktuell präsentieren wir in einer Lesung einen ihrer persönlichsten Erzähltexte, der erst jetzt im Schweizerischen Literaturarchiv gefunden wurde. In EINE FRAU ZU SEHEN setzt sie sich mutig über die moralistischen Urteile ihrer Zeit hinweg und bekennt sich offen zu ihrer Liebe zu Frauen.DIE TÖCHTER DES CHINESISCHEN GÄRTNERS zeigt das berührende und dramatische Schicksal eines lesbischen Liebespaares im China der 1980er Jahre. In opulenten Bildern erzählt, trifft der Film mitten ins Herz. Autor und Regisseur Dai Sijie, bekannt durch sein Meisterwerk »Balzac und die kleine chinesische Schneiderin«, erzählt, wie aus anfänglicher Sympathie und verschwiegener erotischer Anziehung schließlich leidenschaftliche Liebe erwächst.

Mit BEFORE STONEWALL und BORN IN FLAMES zeigen wir zwei lesbisch-feministische Klassiker aus den USA der 1980er Jahre. Mit ihrem preisgekrönten BEFORE STONEWALL zeichnen Greta Schiller, Andrea Weiss und Robert Rosenberg die Geschichte des Sichtbarwerdens von Schwulen und Lesben in der amerikanischen Gesellschaft auf. Ein lebendiges Dokument einer verborgenen Geschichte, voller Witz und Ironie und auch Traurigkeit. BORN IN FLAMES zeigt ein imaginäres New York zehn Jahre nach einer sozialistischen Revolution. Lizzy Borden gelingt mit diesem Film ein kleines Kunststück – er ist beides: Dokument und Utopie zugleich. Er geht von der feministischen Bewegung und ihren Strukturen während der 1970er Jahre aus und blickt somit zurück.

Aber er wagt auch einen Ausblick auf eine Zukunft, in der sich Frauen trotz ihrer kulturellen, sozialen, ethnischen und sexuellen Unterschiede für ihre Ziele gemeinsam engagieren.

Das ausführliche Programmheft mit Infos zu allen Filmen, der Lesung und der Party liegt cirka zwei Wochen vor Festivalbeginn aus und ist unter http://www.freiburger-lesbenfilmtage.de/