ARTHUR SCHNITZLER UND DER FILM

Vom 13.03.–15.03. veranstaltet die Albert-Ludwigs-Universität ein Internationales Kolloquium zu Arthur Schnitzler und dem Film. Begleitend zeigt das Kommunale Kino Max Ophüls Meisterwerk LIEBELEI und die jüngst restaurierte Fassung des Stummfilms FRÄULEIN ELSE.

LIEBELEI | FRÄULEIN ELSE

 


 

LIEBELEI

Regie: Max Ophüls Buch: Hans Wilhelm, Curt Alexander Kamera: Franz Planer mit Magda Schneider, Luise Ullrich, Paul Hörbiger, Willi Eichberger |
| Deutschland 1933 | 87 Min. |

Die romantische Geschichte einer kurzen Liebesbeziehung zwischen einem jungen Mädchen und einem jungen Offizier, die durch ein tragisch verlaufendes Duell wegen einer Affäre des Offiziers mit einer verheirateten Frau ein abruptes Ende findet. In zahlreichen bemerkenswerten Passagen verrät der Film das außerordentliche Gefühl von Max Ophüls für Atmosphäre, die er fast ohne Dialoge, allein mit seinen Bildkompositionen und etwas Musik erzeugt. Eine nicht weniger große Meisterschaft bewies Ophüls in der Führung seiner Schauspieler. Mit Ausnahme des schon von der Rolle her sehr klischeehaften Gustav Gründgens waren von den Hauptdarstellern des Films nie wieder ähnlich differenzierte, untheatralische Filmdarstellungen zu sehen.

Fr 14.03., 22:00

 


 

FRÄULEIN ELSE

Regie und Buch: Paul Czinner, nach der gleichnamigen (Monolog-)Novelle von Arthur Schnitzler mit Elisabeth Bergner |
| Deutschland 1929, restaurierte Fassung | ca. 90 Min. |

Else, die Tochter des Wiener Rechtsanwalts Dr. Thalhoff, wird bei einem Ferienaufenthalt in St. Moritz von einer bösen Nachricht überrascht. Ihr Vater hat sich verspekuliert, ihm droht strafrechtliche Verfolgung. Nur einer könnte helfen, der reiche Kunsthändler, Herr von Dorsday, der auch in St. Moritz weilt. An ihn wendet sich Else auf inständige Bitte ihrer Mutter. Von Dorsday ist bereit Elses Vater zu helfen, allerdings unter einer Bedingung: Er will Else nackt sehen. In Zusammenarbeit mit Cineteca Bologna. Wir danken der Spielfilmredaktion von ZDF ARTE für die freundliche Unterstützung.

Sa 15.03., 21:30 | So 16.03., 19:30 | am Klavier: Günter A. Buchwald