FILM IN DER DISKUSSION – MADEINUSA

MADEINUSA – DAS MÄDCHEN AUS DEN ANDEN

| Buch und Regie: Clauda Llsao | Kamera: Raúl Pérez Ureta | | Musik: Selma Mutual, Alfred Neira |
| Peru/Spanien 2005 | OmeU | 100 Min. |

»Madeinusa« ist der Name eines jungen India-Mädchens, das in einem abgelegenen Dorf in der wilden Bergwelt der peruanischen Anden lebt. Höhepunkt des Jahres ist hier immer die »Heilige Woche«, ein bizarres religiöses Fest, in dessen Verlauf sich die gesamte Dorfbevölkerung in einen hemmungslosen Feierrausch hineinsteigert. Für dieses Jahr ist Madeinusa zur »Heiligen Jungfrau« ausgewählt worden, die in einem farbenprächtigen Kostüm die Prozession anführen wird.

Trotz dieser Auszeichnung leidet Madinusa unter der Enge des Dorfes und den erstickenden familiären Verhältnissen. Ihre jüngere Schwester Chale ist eifersüchtig auf sie, und ihr Vater, der großspurige Bürgermeister, bedrängt sie zudringlich. Ihre Mutter ist schon vor Jahren in die Hauptstadt Lima geflohen, und Madeinusa träumt immer mehr davon, es ihr nachzutun. Aus Lima kommend strandet Salvador im Dorf und beobachtet das Treiben. Allmählich entsteht Zuneigung zwischen den beiden, und Madeinusa muss eine schwierige Entscheidung treffen.

»Der Film berührt durch eindrückliche Erzähltechnik, subtile Komik, sensible Kameraführung: Ganz nahe rückt der Zuschauer Madeinusas ebenmäßigem Gesicht, wenn sie mit klarer Stimme vor der atemberaubenden Naturkulisse außerhalb des Dorfes Liebeslieder in Quechua singt.« (Badische Zeitung)

| So 27.01., 19:30 | | Di 29.01., 20:00, anschl.Diskussion | | Mi 30.01., 21:30 |

 


 

DISKUSSION:
MADEINUSA – FIKTION UND REALITÄT

Der Film MadeInusa hat in Peru (und in Deutschland bei Leuten, die länger in Peru gelebt haben) eine heftige Diskussion darüber ausgelöst, ob er bestehende Klischees über die Bewohner/-innen der Anden transportiert und verstärkt.

Bei unserer Diskussion soll es u. a. darum gehen, welches Bild der Film über die Bäuerinnen und Bauern bzw. über die Dorfgemeinschaft in den Anden vermittelt und ob er bestehende Vorurteile bestärkt. Dabei soll auch auf die Rezeption des Films in Peru und bei ZuschauerInnen in Deutschland, die lange in Peru gelebt haben, eingegangen werden. Dabei stellt sich auch die grundsätzliche Frage, welche Ansprüche an einen fiktionalen Film bezüglich der Wiederspiegelung der Realität gestellt werden können.

In Kooperation mit der Infostelle Peru.

| Di 29.01., im Anschluss an die Vorführung |