NOUVELLE VAGUE AUTRICHIENNE

» Ist die Berliner Schule eine »typisch deutsche« Erscheinung, oder nur die heimische Ausprägung einer europäischen Bewegung? Vieles erinnert an Filme, wie sie in Belgien und Frankreich die Dardenne-Brüder drehen. Auch in Österreich entstehen Filme, die dem Vergleich standhalten, teilweise in personeller Verflechtung, beispielsweise über die Produktionsfirma Coop99, die BÖSE ZELLEN ebenso produzierte wie SCHLÄFER.

HUNDSTAGE | BÖSE ZELLEN

 


 

HUNDSTAGE

| Regie: Ulrich Seidl | Buch: Veronika Franz | mit Maria Hofstätter, Alfred Mrva, Erich Finsches |
| Österreich 2001 | 120 Min. |

Heiße Sommertage, eine Wiener Vorstadtsiedlung und der ganz normale Alltag: sechs verwobene Geschichten, deren Drastik mit dem Terminus »Allzumenschliches« nur verharmlosend beschrieben würde. Ulrich Seidl: »Sicherlich erzählt HUNDSTAGE von der Hölle, die Menschen einander bereiten können, von abgründigen Einsamkeiten und Obsessionen, aber vor allem erzähle ich vom ›Schrei nach Liebe‹ – wie ich das gerne nenne –, von der Sehnsucht nach Liebe und Glück und von der Unfähigkeit, diese Sehnsucht einzulösen.«

| Di 25.12., 21:30 | Fr 28.12., 19:30, Einführung: Svenja Alsmann | Mo 01.01., 21:30 |

 


 

BÖSE ZELLEN

| Regie und Buch: Barbara Albert | Kamera: Martin Gschlacht | mit Kathrin Retsetarits, Ursula Strauss, Georg Friedrich |
| Österreich, Deutschland, Schweiz 2006 | 120 Min. |

Der Zufall spielt eine große Rolle in diesem Film – und die Versuche der Menschen, sich in Strukturen wiederzufinden. Schülerliebe, Ehebruch, Todessehnsucht, Einsamkeit, verlorene Mutter oder nie gekannter Vater: Die Suche nach Erklärungen im Zwischenmenschlichen und im Übersinnlichen führt nicht immer zu Wahrheiten, doch oft genug zu Antworten, mit denen die Protagonisten leben können.

| Di 18.12., 21:30, Einführung: Svenja Alsmann | So 23.12., 19:30 | Do 27.12., 21:30 |