NOUVELLE VAGUE ALLEMANDE: SEPTEMBER – AUSNAHMEZUSTÄNDE

» Rollt eine neue Welle durchs deutsche Kino? »Berliner Schule«, »Nouvelle vague allemande« – das deutsche Kino erregt in den letzten Jahren durchaus Aufmerksamkeit, besonders bei internationalen Festivals. Was sind das für Filme, die als neue, starke Filmkunst-Strömung wahrgenommen werden, was verbindet ihre Regisseure? In den kommenden Monaten wollen wir uns die »Berliner Schule«, ihre Themen und ihre Erzählweise genauer ansehen. Begleitet wird die Reihe durch Vorträge und Diskussionen.

Im September jährt sich der erste weltweit nahezu live gesendete Terroranschlag: Anlass genug, unsere Reihe mit einem Film zu beginnen, der die gesellschaftlichen Folgen des Misstrauens thematisiert, dass seitdem auch den deutschen Alltag nicht unberührt lässt. Dazu kommen die hiesigen Erfahrungen mit der RAF, die auch durch die Diskussion um Gnadengesuche ehemaliger Terroristen wieder medial präsent sind. Vor diesen Hintergründen spielen die alltags-nahen Beobachtungen um Beschatter und Beschattete, die wir diesen Monat zeigen.

 


 

SCHLÄFER | DIE INNERE SICHERHEIT

 


 

Schläfer

SCHLÄFER

Regie und Buch: Benjamin Heisenberg Kamera: Reinhold Vorschneider mit Bastian Trost, Mehdi Nebbou, Loretta Pflaum |
| Ö/D 2005 | 100 Min. |

Noch hat Johannes seine Doktorandenstelle an der Uni nicht angetreten, da tritt der Staatsschutz mit einer Bitte an den jungen Biologen heran: Er möge doch seinen Kollegen Farid etwas im Auge behalten und Bericht erstatten. Handelt es sich um einen »Schläfer«, einen Agenten, der unauffällig nur auf das Signal zum Anschlag wartet? Undenkbar, den sympathischen, kompetenten Kollegen zu verdächtigen – und zu bespitzeln…

Di 11.09., 21:30, Einführung: Svenja Alsmann, Do 13.09., 19:30, Mi 19.09., 21:30

 


 

Innere Sicherheit

DIE INNERE SICHERHEIT

Regie: Christian Petzold Buch: Christian Petzold, Harun Farocki Kamera: Hans Fromm mit Julia Hummer, Barbara Auer, Richy Müller
| D 2000 | 102 Min. |

Immer haben sie im Untergrund gelebt: weil ihre Eltern zur Fahndung ausgeschrieben sind, sind falsche Identitäten und abrupte Umzüge nichts ungewöhnliches für die 15-jährige Jeanne. Als das Geld ausgeht und die Familie kurzzeitig nach Deutschland zurückkehrt, fällt bei der Begegnung mit Gleichaltrigen auf, welchen Verzicht ein solches Leben fordert. (Filmpreis in Gold 2001)

Sa 15.09., 19:30, Do 20.09., 21:45, Einführung: Svenja Alsmann, Do 27.09., 22:00