Leben mit ALS

FREIBURGER FENSTER

WIE HANDSCHUHE VOLL SAND – LEBEN MIT DER KRANKHEIT »als«

Regie: Reinhild Dettmer-Finke Kamera: Ingo Behring | Ton: Mark Klotz Schnitt: Mike Schlömer Musik: Adrian Mears |
| D 2006 | 75 Min. |

Ein unaufhörliches Pfeifen und Zischen begleitet ihn Tag und Nacht: Überlebensgeräusche. Wolfgang Heidenreich hat ALS im fortgeschrittenen Stadium und kann nur mit Hilfe seiner Atemmaske existieren.

ALS zerstört die motorischen Nervenzellen, so dass die Muskulatur an Armen und Beinen, später auch die Atemmuskulatur nicht mehr stimuliert wird und allmählich abstirbt. Der Öffentlichkeit war sie bisher so gut wie unbekannt, obwohl in Deutschland jährlich über 1.500 Menschen daran sterben – doppelt so viele wie an AIDS.

Der Maler Jörg Immendoff ist 1998 an ALS erkrankt. Was mit einer leichten Schwäche in seiner linken Hand begann, zwang ihn schließlich in den Rollstuhl. Im Mai 2007 erlag er der unheilbaren Krankheit.

Neben Immendorff begleitet der Film auch einige Menschen aus der ALS-Selbsthilfegruppe Südbaden und eine Patientin in Freudenstadt. Ohne deren Offenheit, über ihren Umgang mit der Krankheit zu sprechen, wäre der Film nicht möglich gewesen. Auch nicht ohne den Freiburger Journalisten und Autor Wolfgang Heidenreich, der uns mit »Verwörterung einer Lebensphase« wunderbare Texte geschenkt hat.

In Kooperation mit Wolfgang Stickel, Medienwerkstatt Freiburg

Mo 10.09., 20:00, in Anwesenheit von Reinhild Dettmer-Finke und Michael Schmidt, einem der an ALS erkrankten Protagonisten des Films