HERBERT ACHTERNBUSCH

I KNOW THE WAY TO THE HOFBRAUHAUS

Regie, Buch und Kamera: Herbert Achternbusch mit H. Achternbusch, Bettina Hauenschild, Barbar de Koy, Veronika von Quast
| D 1991 | 85 Min. |

Hicks Abenteuer Nummer drei. Nach Arizona und Montana, dem Niemandsland und dem Lost Valley erfolgt, abermals in poröser Super-8-Blow-up-Grobkörnigkeit, die Rückkehr ins Blauweiß-Paradies, das keines ist.

Sich-Wiederfinden im Hofgarten, wo abend-rosarot die Kastanien blühen. Ab ins Hofbräuhaus, nach dem unentwegt die Touristen fragen. Eine Mumie, der aus THE MUMMY verwandt, erwacht im Ägyptischen Museum zum Leben und geistert westlich der Isar umher. Wie in NIEMANDSLAND sind Hick und sein Erfinder oder Doppelgänger A. bewegt von der Fragestellung aus der Titelmusik von John Fords THE SEARCHERS: WHAT MAKES A MAN TO WANDER? Wanderungen durch München, Stadtdurchquerungen der absonderlichsten Art, mit retardierenden Momenten und wunderlichster Menschenlandschaft. Skurrile Lustfahrt, ein improvisierter Film ohne Drehbuch, ohne O-Ton, doch mit Erfindungskraft, geleitet vom Stern des Witzes, angetrieben vom Dämon der Heiterkeit (selbstredend einer speziellen und verkanteten, der A.-Heiterkeit. Nicht nur ein Schluss, sondern zwei Enden, beide haben mit »Hof« zu tun. Das eine im Brauhaus, das andere im Garten, in dem die entbandagierte Mumie ein schönes Mädchen wie aus der Münchner Schönheitsgalerie freigibt.

Fr 14.09., 19:30, als Beiprogramm zur Finissage der Ausstellung »Was macht Herbert Achternbusch« im Kunstverein Schallstadt