Work in Progress

» Die Zukunft der Arbeit – wie wird sie aussehen? Diese Frage stellen sich das Kommunale Kino und der aka-Filmclub. Das Freiburger Programm ist Teil der bundesweiten Film- und Veranstaltungsreihe WORKIN PROGRESS, einem Projekt der Freunde der deutschen Kinemathek (Kino Arsenal, Berlin) gefördert im Programm ARBEIT IN ZUKUNFT der Kulturstiftung des Bundes.

EINE PRÄMIE FÜR IRENE, FÜR FRAUEN – 1. KAPITEL | A DECENT FACTORY | FIVEFOURTYFIVE, SAMMLERGLÜCK UND MEHRWEGFLASCHEN | KEIN SCHRITT OHNE BATA | VORSICHT ARBEIT, LEBENSGEFAHR! | ALTER EGAUX, ILS NE MOURAIENT PAS TOUS MAIS TOUS ETAIENT FRAPPÉS | HÖRBAR: ZEIT ZU HÖREN, DURCHGANGSVERKEHR | L’ARGENT | Veranstaltungen im aka-Filmclub

 


 

EINE PRÄMIE FÜR IRENE

| D 1971 | 47 Min. | Regie: Helge Sanders |

Agitativer Kurzspielfilm über die doppelte Ausbeutung weiblicher Fabrikangestellter und der Überwachung von Arbeit.

FÜR FRAUEN – 1. KAPITEL

| D 1971 | 38 Min. | Regie: Cristina Perincoli |

Verkäuferinnen in einem Supermarkt stellen fest, dass sie geringere Löhne erhalten als die dort arbeitenden Männer. Ihre persönlichen Probleme – zusätzliche Belastung durch Kinder und Haushalt, die Abhängigkeit vom Ehemann, das ihnen anerzogene Rollenverhalten – hindern Sie zunächst daran, gemeinsam etwas zu unternehmen. Nach vielen Gesprächen verlassen die Frauen den Laden und wollen erst dann wiederkommen, wenn ihre Forderung nach gleichem Lohn erfüllt ist.

Inwieweit hat sich die Arbeitswelt für Frauen seit den 70ern verändert? Wie haben sich Aktionsformen und Zielen in der Frauenbewegung verändert? Und wo gibt es Kontinuitäten?

| Do 05.07., 19:30 |

 


 

A decent factory

A DECENT FACTORY

| FIN/F 2004 | OmeU | 79 Min. | Regie: Thomas Balmes |

Wir konsumieren Produkte aus aller Welt – meist ohne über die Produktionsbedingungen nachzudenken. Ethikberater untersuchen, ob die Arbeitsbedingungen Mindeststandards entsprechen – um ein schlechtes Image der Hersteller zu vermeiden. A DECENT FACTORY beobachtet Ethikberaterinnen von Nokia bei dem Besuch chinesischer Fabriken.

Anschließend Diskussion über Produktbewertung und gewerkschaftliche Organisation in den Produktionsländern.

| Sa 07.07., 19:30 | So 08.07., 21:30 |

 


 

Sammlerglück und Mehrwegflaschen

FIVEFOURTYFIVE

| D 1998 | OmU | 10 Min. | Regie: Christoph Rühl |

Charmante Alltagsbeobachtungen: Ein Obdachloser an einem Londoner Bahnhof. So deplaziert er zwischen all den Business-Anzügen wirken mag, so wertvoll ist sein Beitrag für einige Menschen, mit denen er zu tun hat.

SAMMLERGLÜCK UND MEHRWEGFLASCHEN

| CH/D 1999 | OmU | 90 Min. | Regie: Armin Biehler |

Der Dokumentarfilm beobachtet Menschen in der Regio, die Pfandflaschen sammeln und in den Mehrwegkreislauf zurückführen, wegen des Geldes und weil sie diese Arbeit für sinnvoll halten. Wer hat den Gedanken hinter dem Mehrwegsystem besser verstanden – die, die ihre Pfandflaschen im Container zerschlagen, oder die, die sie in den Kreislauf zurückführen? Plädoyers für ein Selbstwertgefühl jenseits des sozialen Status des Berufes.

| Do 12.07., 19:30 | So 15.07., 21:30 |

 


 

Kein Schritt ohne Bata

KEIN SCHRITT OHNE BATA

PAS UN PAS SANS BATA

| F 2003 | OmU | 56 Min. | Filmteam: Jérôme Champion, Jérôme Host, Nicolas Host, Christel Husson, Vincent Thomas |

Bataville – in den 1930ern gegründete Schuhfabrik und Stadt für Tausende: Leben innerhalb des Firmenareals. Doch was die Globalisierung nach Lothringen brachte, nimmt sie wieder fort. 2001 wird die Produktion nach Asien ausgelagert. Den letzten 350 Menschen in Bataville droht der Verlust ihrer Mikrowelt.

Kein Schritt ohne Bata ist ein Film, der außerhalb der üblichen Verwertungsketten im Bereich Film entstanden ist: Abseits von Kino und Fernsehen. Er ist ein Beispiel für eine Medienszene, die sich mittels des Internets weltweit vernetzt und Film als politisches Mittel verwendet. Untertitelt wurde der Film vom Freiburger Medienkollektiv cinerebelde.

| Di 10.07., 19:30, zu Gast: Jérôme Champion und Vertreter von cinerebelde | Mi 11.07., 21:30 |

 


 

VORSICHT ARBEIT, LEBENSGEFAHR!

ATTENTION DANGER TRAVAIL

| F 2003 | OmU | 109 Min. | Regie: Pierre Carles, Christophe Coello, Stéphane Goxe |

Auf den Zigarettenschachteln steht es in fetten Lettern: »Rauchen tötet«. Genauso fett müsste man auf die Fassaden von Unternehmen, Arbeitsämtern, Zeitarbeitsfirmen und Handelsschulen schreiben: »Arbeit tötet«. Arbeitslose erzählen in diesem Film, warum und wie sie sich dazu entschieden haben, nicht mehr arbeiten zu gehen.

| Sa 14.07., 19:30 |

 


 

Ils ne mouraient pas...

ALTER EGAUX

| B 1999 | OmU | 12 Min. | Regie: Sandrine Druyers |

Menschen sprechen über ihr Leben ohne Arbeit. Arbeit. Was meint dieses Wort eigentlich?

ILS NE MOURAIENT PAS TOUS MAIS TOUS ETAIENT FRAPPÉS

| B/F 2005 | OmU | 80 Min. | Regie: Sophie Brueneau, Marc-Antoine Roudil

Alltag in einer Arbeitsmedizinischen Beratungsstelle: »Haben Sie schon immer so hastig gesprochen?« fragt die Psychologin eine Fließbandarbeiterin, deren Produktionssoll vor kurzem verdoppelt wurde. Obwohl man die Protagonisten nur im Sprechzimmer sieht und der Arbeitsplatz nur durch Worte beschrieben wird, ist er als zentraler Bezugspunkt unterschwellig vorhanden. Der Film schließt mit einem philosophischen Diskurs über die Mechanismen von aktuellen Arbeitssituationen, die Menschen in die Isolation führen und ihnen keine Gelegenheit gibt, gemeinsam Strategien zu entwickeln um Situationen zu verändern.

| Di 17.07., 19:30 |

 


 

HÖRBAR: ZEIT ZU HÖREN, DURCHGANGSVERKEHR

Kinoarbeit der Zukunft öffnet den Kinosaal für andere Formen der Kunst. Einmal monatlich findet im Haus für Film und Literatur eine HörBAR statt, die das Kommunale Kino zusammen mit dem Literaturforum und dem Südwestrundfunk veranstaltet.

siehe HörBAR

| Do 19.07., 20:00 |

 


 

L’ARGENT

| CDN 2003 | OmU | 65 Min. | Regie: Isaac Isatan |

Wie stabil ist unser ökonomisches System in Zeiten der Globalisierung? Währungskrisen wie in Argentinien und der Türkei vernichten die Ersparnisse eines ganzen Arbeitslebens. Menschen vor Ort führen lokale Währungen ein, um den Wert von Arbeit und Produkten trotz Inflation wiederherzustellen. Ein präziser Blick auf die verborgenen Seiten des Geldes.

Anschließend Diskussion über Lokalwährungen und andere Alternativen zur herrschenden Ökonomie.

| Sa 21.07., 19:30 | So 22.07., 17:30 |

 


 

Veranstaltungen im aka-Filmclub

ABSAGEAGENTUR

| Aktionskunstprojekt |

Mo 02.07., 14:00–18:00 | KG II, Universität |

WORKINGMAN’S DEATH

Mi 04.07., 19:00 | KG II, HS 2006, Universität |