MITTWOCHSKINO

DER INDISCHE REGISSEUR MANI RATNAM

Mani Ratnam gehört zu den führenden Filmemachern Südindiens. Und zu den wenigen, die aktuelle politische und gesellschaftliche Themen mit dem Genre des indischen Populärkinos Bollywood verbindet. Viele seiner Filme sind nicht auf Hindi und ohne Hilfe der großen Bombay-Filmindustrie gedreht und weisen eine individuelle künstlerische Handschrift aus. Der internationale Durchbruch gelang Ratnam mit Bombay. Die Liebesgeschichte zwischen einem jungen Hindu-Brahmanen und einer muslimischen Frau, die vor dem Hintergrund der sogenannten Bombay Riots von 1993 spielt.

Auch in seinem neuesten Film Guru, der einen machthungrigen Großindustriellen porträtiert, hat Mani Ratnam die Verbindung zur Realität gesucht.»Was auch immer seine Themen sind, Ratnams Filme sind Studien der Subtilität. Und da er mit den besten Kameraleuten, Cuttern, Musikern und Choreografen in diesem Geschäft arbeitet, sehen, hören, fühlen sich seine Filme wunderbar an.« (Naman Ramachandran, Filmkritiker)

GURU | BOMBAY

 


 

Guru

GURU

| Regie: Mani Ratnam | Musik: A. R. Rahman |
| IND 2007 | OmeU | 166 Min. |

Gurukant »Guru« Desai ist ein einfacher aber ehrgeiziger Mann mit einer klaren Vision: Im wirtschaftlich maroden Indien will er durch den Handel mit Stoffen nach ganz oben und seine Landsleute in Lohn und Brot bringen. Mit einem moralisch zweifelhaften Plan verschafft er sich das nötige Startkapital: Er heiratet Sujatha – ihrer Mitgift wegen. Machthungrig und skrupellos ist ihm jedes Mittel Recht, um sein Ziel zu erreichen. Dabei verliert er seine Moral und Verantwortung und bezahlt dafür am Ende einen hohen Preis.

Mani Ratnam verfilmte die Lebensgeschichte des umstrittenen indischen Großindustriellen Dhirubhai Ambani und thematisiert den schmalen Grat zwischen Macht und Moral. Mit dem indischen Traumpaar Aishwarya Rai und Abhishek Bachchan.

| Mi 18.07., 19:30 | So 22.07., 19:30 |

 


 

Bombay

BOMBAY

| Regie: Mani Ratnam | Musik: A. R. Rahman |
| IND 1995 | OmeU | 141 Min. |

Mit BOMBAY hat Mani Ratnam nicht nur in Indien für Aufsehen und Kontroversen gesorgt; auch im Westen hat sein Film große Beachtung gefunden. Als einziger Filmemacher Indiens nimmt Ratnam in seinem Film direkt Bezug auf die Bombay Riots: auf die Straßenkämpfe zwischen Hindus und Moslems, bei denen 1992–1993 zahlreiche Menschen verletzt und getötet wurden. Der Film nähert sich dem Thema mittels einer konstruierten Personenkonstellation: Shakar, ein Hindu, verliebt sich in Shela. Da Shela moslemischen Glaubens ist, können die beiden wegen des gesellschaftlichen Drucks nicht in einem Dorf leben und ziehen daher nach Bombay...

| Mi 25.07., 20:00 |