LITERATURBÜRO FREIBURG

SPRECHEN ÜBER SPRACHE | LESUNG | WORKSHOP | LITERARISCHES WERKSTATTGESPRÄCH

 


 

Hugo Ball

SPRECHEN ÜBER SPRACHE

GADJI BERI BIMBA – DAS LAUTGEDICHT IM DADAISMUS

»Mit diesen Tongedichten wollten wir verzichten auf eine Sprache, die verwüstet und unmöglich geworden ist durch den Journalismus. Wir müssen uns in die tiefste Alchemie des Wortes zurückziehen und selbst die Alchemie des Wortes verlassen, um so der Dichtung ihre heiligste Domäne zu bewahren«, so Hugo Ball über die Lautgedichte, eines der wichtigsten künstlerischen Praktiken des Dadaismus. Am 23. Juni 1916 hat Hugo Ball mit Gadji beri bimba eines der ersten Lautgedichte im Cabaret Voltaire in Zürich, der Geburtsstadt des Dadaismus, vorgetragen, gekleidet in ein Kostüm aus Pappe, so dass er auf die Bühne getragen werden musste. Mit sinnzerstörten Sprachstücken sowie deren Darbietung in exzentrischen Auftritten lebt die Faszination des Dada auch neunzig Jahre später noch fort.

Prof. Dr. Christa Karpenstein-Eßbach (Universität Mannheim), die unter anderem zu Film und Lautgedicht des Dadaismus geforscht hat, und Heinz Spagl vom Theater im Marienbad stellen den Dadaismus durch Analyse und Rezitation vor.

| Di 03.07., 20:00 | Galerie | Eintritt: 5,00/3,00 Euro |

 


 

Kafka am Strand

LESUNG

KAFKA AM STRAND

»Beruhigend absurd« etikettiert Isabelle Erler in der Frankfurter Rundschau Haruki Murakamis Roman Kafka am Strand. Der 15-jährige Kafka Tamura begibt sich auf der Suche nach dem Sinn des Lebens auf eine Reise, die ihn auch in seine inneren Welten führt. Es entfaltet sich eine rätselhafte Liebesgeschichte zwischen dem Tamura und der undurchschaubaren Saeki-San, die sich Kafka Tamura sowohl als junges Mädchen in seiner Traumwelt als auch als erwachsene Frau in der Realität zeigt. Murakamis Einzählstil kennzeichnet genau dieses Nebeneinander von Traum und Wirklichkeit, das sich sowohl aus naturalistisch gezeichneten Realitätsebenen aber auch aus fantastischen Elementen zusammensetzt.

Nach einer Einführung über den Autor und seine Texte von Maria Römer (Freie Universität Berlin) liest der Heidelberger Schauspieler Florian Kaiser Szenen aus Murakamis Kafka am Strand.

Im Anschluss an die Lesung besteht die Möglichkeit zum Gespräch am japanischen Buffet. Eine Veranstaltung von Absolventinnen des Instituts für Sprachen und Wirtschaft (ISW) in Zusammenarbeit mit dem Literaturbüro Freiburg.

| Di 10.07., 20:00 | Galerie | Eintritt: 5,00/3,00 Euro |

 


 

WORKSHOP

EINFACH NUR INS WÖRTERBUCH GUCKEN?

LITERARISCHES ÜBERSETZEN AUS DEM ENGLISCHEN FÜR INTERESSIERTE LAIEN

Das Wichtigste zur Berufskunde: Was macht ein literarischer Übersetzer? Wie wird man literarischer Übersetzer? Um einen praktischen Einblick zu erhalten, werden zwei kurze, relativ einfache Texte verschiedener Art, die vorher von den Teilnehmern bearbeitet wurden, besprochen. Ziel ist es, zu vermitteln, dass literarisches Übersetzen weit mehr ist, als »nur ins Wörterbuchgucken«. Dabei soll an einem Textbeispiel verdeutlicht werden, dass es schon bei relativ leichten Texten eine Vielzahl möglicher sprachlicher Entscheidungen zu treffen gilt. Ein anderes Textbeispiel wiederum zeigt, was gute Recherche bedeutet: Nichts lässt sich übersetzen, was man nicht wirklich verstanden hat.

Leitung: Cornelia Holfelder-von der Tann
Anmeldung bis 13.07.2007: Literaturbüro Freiburg,
Urachstraße 40, 79102 Freiburg, Tel: 0761/289 989, oder per
E-Mail: info@literaturbuero-freiburg.de

| Sa 21.07., 09:30–12.30 | Literaturbüro | Teilnahmegebühr: 15,00 Euro |

 


 

LITERARISCHES WERKSTATTGESPRÄCH

Das Literarische Werkstattgespräch, Neufassung der vormaligen Offenen Lesung, ist eine Veranstaltung, bei der Schreibende unveröffentlichte literarische Texte zur Diskussion stellen können. Die Veranstaltung findet alle zwei Monate jeweils am letzten Donnerstag statt. Textbewerbungen bitte bis spätestens eine Woche vor dem Gespräch ans Literaturbüro schicken.

| Do 26.07., 20:00 | Haus für Film und Literatur | Eintritt frei |