FREIBURGER FENSTER: SIGRID FALTIN

HINTERT DER FASSADE - EIN HAUS ERZÄHLT GESCHICHTE(N)

| D 2007 | 30 Min. |

Das Liefmann-Haus in Freiburg ist das internationale Gäste-haus der Universität. Liebevoll renoviert, erinnert heute nur noch wenig an die bewegte Geschichte dieser Gründerzeit-Villa. Fast fünfzig Jahre lang war es Heimat der angesehenen Freiburger Familie Liefmann, bis sie 1940 von den Nazis nach Gurs deportiert wurde. Nach der Versteigerung des Liefmann-Besitzes zog die Gestapo in das Haus, nach Kriegsende die französische Sicherheitspolizei. »Die Bürger machten einen großen Bogen um das Haus«, erzählt man sich noch heute in Freiburg. Wenn die Mauern des Liefmann-Hauses sprechen würden - sie könnten uns bewegende Geschichten erzählen: Von Architekten, Ärzten und Alkoholsündern, von glücklichen Liefmann-Jahren, vom Schrecken des Naziregimes, vom Versuch der Wiedergutmachung, von großen und kleinen Verkehrssündern und von einem neuen Geist im Sinne der Geschwister Liefmann, der jetzt dort herrscht.

Ein Film über ein Haus, das über 100 Jahre deutsche Geschichte repräsentiert.

Der Film ist der letzte Teil der Trilogie von Sigrid Faltin über Nationalsozialismus in Freiburg. Die beiden anderen Filme waren Chronistin in dunkler Zeit über die erste Freiburger Journalistin Käthe Vordtriede (2001) und Stille Helden - Widerstand im Dritten Reich (2005).

STILLE HELDEN - ZIVILCOURAGE IM DRITTEN REICH

| D 2005 | 30 Min. |

Der Film zeigt die Schwierigkeiten, die »stillen"« Helden ausfindig zu machen und ihrer zu gedenken. Er stellt an Beispielen aus Baden-Württemberg dar, was Zivilcourage im Dritten Reich bedeutete. Mehr unter www.whitepepper.de

| Mo 16.07., 20:00, in Anwesenheit von Sigrid Faltin | in Kooperation mit Wolfgang Stickel (Medienwerkstatt Freiburg) |