Work in Progress

» Die Zukunft der Arbeit – wie wird sie aussehen? Diese Frage stellen sich das Kommunale Kino und der aka-Filmclub. Das Freiburger Programm ist Teil der bundesweiten Film- und Veranstaltungsreihe WORKIN PROGRESS, einem Projekt der Freunde der deutschen Kinemathek (Kino Arsenal, Berlin) gefördert im Programm ARBEIT IN ZUKUNFT der Kulturstiftung des Bundes. Mehr zu den Projekten unter www.fdk-workinprogress.de

Wird es überhaupt genug Arbeit für alle geben? Und wer bezahlt das? Wie entwickelt sich die Regio, welche Stellen entstehen im Dienstleistungsbereich, was wird aus den Studierenden der Universität, wie entwickelt sich die Bevölkerung: wandern mehr aus oder ein? Welchen Stellenwert wird die Erwerbsarbeit noch haben, wenn immer mehr Menschen Zeit für ehrenamtliches Engagement haben? Und was ist mit der Kultur – neue Medien und leere Kassen fördern Alternativen. Mit einem umfangreichen Programm von Filmen, Diskussionen, Kunst- und Vortragsveranstaltungen versuchen wir uns den Antworten auf diese und andere Fragen zum Wandel der Arbeit und unserer Gesellschaft zu nähern. Die Veranstaltungsreihe wird im Juli fortgeführt. www.workinprogress-freiburg.de

Enzyklopädie der Handhabungen | Ausschnitte aus dem Filmprojekt »Worte und Hände« | Marie-Line | STRUGGLE
Veranstaltungen im aka-Filmclub

 


 

Enzyklopädie der Handhabungen

| Deutschland 2006/07 | Anette Rose |

Modul # 2 zeigt in einer Dualchannel-Installation den Kopf des Arbeiters/der Arbeiterin auf einem und seine/ihre Hände auf einem zweiten Monitor. Gezeigt werden verschiedene Tätigkeiten. Modul # 4 zeigt einen Industrieroboter auf nur einem Monitor. Der Roboter als integrierte Kopf-Hand-Maschine wird so einer durch die Aufteilung auf zwei Bilder fragmentarisierten menschlichen Arbeit entgegengestellt.

| Sa 16.06., 18:30, Vernissage in Anwesenheit der Künstlerin | Die Installation ist bis zum 30.06. während der Öffnungszeiten des Cafes zu besichtigen |

 


 

Ausschnitte aus dem Filmprojekt »Worte und Hände«

| Deutschland 2007 |

WORTE UND HÄNDE basiert auf Interviews, die unterschiedliche Facetten der Zusammenhänge von Anatomie und Technologie thematisieren. Ausgangspunkt ist dabei die Hand.Arbeit wird allzu oft auf die Frage nach der Lebenssicherung durch verdientes Arbeitsentgelt und auf das Erleben der Sinnhaftigkeit des eigenen Lebens als Arbeitsleben verkürzt. Einen tieferen Blick auf das Phänomen Arbeit als Tätigsein des Menschen wagt die Berliner Künstlerin Anette Rose mit ihren installativen Arbeiten (Enzyklopädie der Handhabungen) und dem in Produktion befindlichen Filmprojekt mit dem Arbeitstitel WORTE UND HÄNDE. Was eigentlich passiert da eigentlich, wenn wir arbeiten, wenn wir unseren Körper durch Werkzeuge und Maschinen erweitern? Wenn damit sozusagen die Arbeitsumgebung Teil unserer Selbst wird?

| Sa 16.06., 19:30, zu Gast: Anette Rose |

 


 

Marie-Line

| Frankreich 2000 | OmU | 100 Min. |

Marie-Line ist die Chefin einer Putzkolonne, die vorwiegend aus illegalen Einwanderern besteht. Frauen, die Nacht für Nacht einen großen Supermarkt reinigen und tagsüber in der Illegalität leben, sich um ihre Familien kümmern und ständig den herrschenden Rassismus zu spüren bekommen.

Marie-Line zeigt nicht nur die erzwungene Unsichtbarkeit illegaler Arbeit, sondern macht auch eine Arbeit präsent macht, die wir kaum als solche wahrnehmen – eine »unsichtbare« Arbeit – aber deren Produkt, saubere Räume, wir täglich betreten.

Zwischen dem Bild des MigrantInnen in der Öffentlichkeit und im Film (so auch in Marie-Line) und der aktuellen Wirklichkeit der MigrantInnen besteht eine Diskrepanz: MigrantInnen stehen nicht ausschließlich in schlechten Arbeitsverhältnissen und Migration ist nicht zwangsläufig illegale Einwanderung.

| Mi 27.06., 19:30, anschließend Gespräch über die Darstellung von Arbeit und Migration im Film | Fr 29.06., 22:00 |

 


 

STRUGGLE

| Österreich 2003 | OmU | 74 Min. |

Eine alleinerziehende polnische Mutter kommt mit ihrer kleinen Tochter über die Grenze, um dort die verschiedensten Arbeiten zu übernehmen. Ihr Status als anfangs halb-, später illegale Tagelöhnerin sinkt immer weiter, bis sie schließlich eine Aufgabe übernimmt, deren Sinnhaftigkeit in Defiziten der modernen Gesellschaft begründet liegen mag – wenn man eine derart positive Interpretation erträgt. Ihre Arbeit als Erdbeerpflückerin verweist auf die ausländischen Arbeitnehmer, die auch bei uns in der Regio bei Erntearbeiten helfen – und auf die Diskussion, in wie weit hiesige Arbeitslose diese Jobs übernehmen müssten. Andererseits zieht es viele, vor allem Fachkräfte, über die Grenzen. Gemeinsam ist allen die Hoffnung auf materielle Sicherheit. Regie: Ruth Mader

| Sa 30.06., 19:30, anschließend Diskussion |

 


 

Veranstaltungen im aka-Filmclub

DIE DARTSELLUNG VON ARBEIT IN DER POPULÄREN KULTUR | Vortrag | Mo 11.06., 20:00 |

DUNKLER LIPPENSTIFT MACHT SERIÖSER | Mi 19.06., 19:30, zu Gast: Regisseurin Kathrin Rothe |

DER WALD VOR LAUTER BÄUMEN | Do 21.06., 19:30 |

KURZFILMEWETTBEWERB »ARBEIT IN ZUKUNFT« | Mo 25.06., 20:00, in der MensaBar |