GO WEST, YOUNG MAN! WESTERN

» Es gibt kein amerikanischeres Filmgenre als den Western – und vermutlich auch kein langlebigeres: Immer wieder totgesagt, werden selbst 104 Jahre nach Edwin S. Porters GREAT TRAIN ROBBERY noch Western gedreht. Mit seinem festen Ensemble an Geschichten, Situationen (z. B. Eisenbahnraub, Indianerüberfälle, Showdown), Typen (z. B. Revolverheld) und Schauplätzen (z. B. Monument Valley) ist der Western der Inbegriff des Genrefilms schlechthin. Die Reihe wird im Juli fortgesetzt.

In Zusammenarbeit mit dem Carl-Schurz-Haus/Deutsch-Amerikanisches Institut.

Vortrag: Männer auf Pferden streiten sich? Western! | THE GREAT K & A TRAIN ROBBERY | STAGECOACH

 


 

VORTRAG:

Männer auf Pferden streiten sich? Western!

Rezeption und Klischee

Was lernen schon kleine Kinder über die USA? Cowboys kämpfen dort gegen Indianer. Oder umgekehrt. Western prägen mehr noch als jeder Gangster- oder Actionfilm unser Bild von Amerika, und das Genre gilt als Ur-Mythos der Vereinigten Staaten.

Wie sehr ist ein Western noch Heimatfilm (der Outlaw dem Sheriff das, was dem Förster vom Silberwald der Wilderer ist)? Wie global ist die Prairie? Und wie eindringlich ist die Geschichtslektion aus der amerikanischen Vergangenheit? Fragen an den Western – und an das Bild, dass wir von ihm haben, gespeist aus Kinofilmen, Fernsehserien und Lektüre.

Vortrag von Svenja Alsmann.

| Mi 20.06., 20:15, im Hörsaal 1098, KG I der Universität |

 


 

THE GREAT K & A TRAIN ROBBERY

| Regie: Lewis Seiler | Buch: John Stone nach einem Roman von Paul Leicester Ford | Kamera: Daniel B. Clark | mit Tom Mix, Tony (Toms Wunderpferd), Doroth Dwan, Will Walling u.a. |
| USA 1926 | engl. Zwischentitel | 53 Min. |

»Tom Mix schießt, liebt, reitet, und schwingt sein Lasso in diesem köstlichen Eisenbahnwestern flotter denn je. Selbstverständlich hilft Tony Tom bei all‘ diesen Dingen – ein Mix-Film wäre eben nicht komplett ohne Tony das Wunderpferd. Dieser Western ist schon alleine der Landschaft wegen sehenswert, denn er wurde in der Royal Gorge gedreht, einem der schönsten Flecken der Erde. Alle Kinder lieben Tom – die Jungen wie die Alten. Perfekte Abend-Unterhaltung.« (Photo-Play, Dezember 1926)

| Sa 23.06., 21:30, am Klavier: Günter A. Buchwald | So 24.06., 21:30, am Klavier: Martin Christ (Biel) |

 


 

STAGECOACH

RINGO/HÖLLENFAHRT NACH SANTA FÉ

| Regie: John Ford | Buch: Ernet Haycox, Dudley Nichols | Kamera: Bert Glennon | mit John Wayne, Claire Trevor, John Carradine u.a. |
| USA 1939 | DF | 95 Min. |

Bei einer Postkutschenfahrt durch gefährliches Indianergebiet zeigen die Reisenden ihre wahren Gesichter. Auf den Revolverhelden Ringo wartet noch der Showdown in der Stadt. Erster Film John Fords in der Kulisse des »Monument Valley« mit bizarren Felsmassiven und weiten Ebenen als Schauplatz für Gewissenskonflikte und seelische Läuterungen. Action, Stimmung und Figurenzeichnung sind in vollendeter Ökonomie aufeinander abgestimmt. Ein klassischer, mythisch überhöhter Western, der das Genre maßgeblich beeinflusst hat – und, nach zahlreichen B-Film-Auftritten, die erste große Rolle für John Wayne, die seinen Ruhm begründete. (Lexikon des internationalen Films)

| Do 28.06., 19:30, Einführung: Timothy Simms |Sa 30.06., 21:30 | So 01.07., 21:30 |