freiburger geschlechterstudien: Männer und Geschlecht

Brokeback Mountain | Bring mir den Kopf von Alfredo Garcia

 


 

Brokeback Mountain

| Regie: Ang Lee | Buch: Larry McMurtry, Diana Ossana | Kamera: Rodrigo Prieto | mit Heath Ledger, ake Gyllenhaal, Anne Hathaway, Michelle Williams, Randy Quaid |
| USA 2005 | OmU | 134 Min. |

Wyoming 1963. Rancher Ennis und der Rodeoreiter Jack werden angeheuert, den Sommer über eine Herde Schafe vor Wilderern und Raubtieren zu schützen. In der harten und rauen Einsamkeit der Berge entwickelt sich zwischen den beiden bald mehr als bloße Kameradschaft – sie verlieben sich ineinander. Doch angesichts der engstirnigen Moralvorstellungen in der konservativen US-Provinz bleiben Ennis und Jack nur getrennte Wege. Die beiden heiraten, gründen Familien – und kommen doch nicht voneinander los.

Brokeback Mountain wurde von Rezensenten wiederholt als Liebesdrama bezeichnet, das auch über seine homosexuelle Thematik hinaus Gültigkeit habe. Wie sehr der Film jedoch schon von seiner Bildsprache her auf das »closet«, also die Verborgenheit des Schwulen ausgerichtet ist und wie komplex seine Erzählstruktur angelegt ist, wird in der Einführung aufgezeigt.

| Fr 15.06., 19:30, Einführung: Prof. Dr. Joachim Pfeiffer (Freiburg) | So 17.06., 21:30 | Di 19.06., 21:45 |

 


 

Bring mir den Kopf von Alfredo Garcia

Bring me the head of Alfredo Garcia

| Regie: Sam Peckinpah | Buch: Frank Kowalsky, und Sam Peckinpah | mit Warren Oates, Isela Vega, Gig Young, Robert Webber, Kris Kristofferson |
| USA 1973 | DF | 112 Min. |

Ein mexikanischer Großgrundbesitzer setzt auf Alfredo Garcia, den Mann, der seine Tochter geschwängert hat, ein Kopfgeld von einer Million Dollar aus. Bennie, ein in Mexiko hängengebliebener Barpianist, wird von den Killern, die auf der Spur von Alfredo Garcia sind, angeheuert, diesen zu finden. Von seiner Freundin Edita, die einst ein Verhältnis mit Alfredo hatte, weiß er, dass dieser längst tot ist. Er macht sich mit Edita auf den Weg, die Leiche zu finden.

Sam Peckinpahs Filme kreisen meist um zwei Themen: Die Auseinandersetzung mit der Grenze – Kulturengrenze (Mexiko/USA), Zeitgrenze (Figuren, die einer alten Zeit verhaftet sind, in einer modernisierten Welt) – und der Analyse von Gewalt, ihrer Formen und der sie bedingenden und hervorbringenden Strukturen. Zusammengeführt werden die beiden Motive in den Männerfiguren der Filme Peckinpahs, oft anachronistische Figuren, die ihre durch Grenzkonflikte erschütterte Männlichkeit nur durch Gewalt aufrechterhalten können.

| Fr 29.06., 19:30, Einführung: Timothy Simms | Di 03.07., 21:30 |