Gisela Tuchtenhagen

EIN ABEND MIT DEN FILMEMACHERINNEN GISELA TUCHTENHAGEN & QUINKA F. STOEHR

Gisela Tuchtenhagen machte als erste Frau auf dem Titel der Fachzeitschrift »Film & TV Kameramann« Furore. Als ehemaliges Heimkind, das in frühen Jahren nach Paris ausreißt, findet sie ihren Ausdruck in der Fotografie und im Film. Damit sichert sie sich ihren Platz in der Filmgeschichte als eine der ersten Kamerafrauen der Siebziger Jahre und mehrfach preisgekrönte Filmemacherin. Sie führte Regie bei dokumentarischen Arbeiten wie HEIMKINDER oder DONNERSTAG NACHMITTAG – TREFFPUNKT INSEL und ver-antwortete u.a. die Bildgestaltung in Katja Baumgartens MEIN KLEINES KIND. Zur Zeit arbeitet sie mit Katharina Gruber an einem Nachfolgeprojekt zu LEBENSKÜNSTLERINNEN (siehe April-Programm).

Quinka F. Stoehr, geboren in Flensburg, studierte Film an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg. Seit 1997 hat sie einen Lehrauftrag für Dokumentarfilm an der Fachhochschule für Kunst und Gestaltung in Kiel, arbeitet als unabhängige Filmemacherin und für das Fernsehen. Im Kommunalen Kino Freiburg war bisher von ihr VERGESSEN KANN ICH DAS NIE – GESCHICHTE EINER VERGEWALTIGUNG zu sehen.

ZUNEIGUNG – DIE FILMEMACHERIN GISELA TUCHTENHAGEN | DER WIRT, DIE KNEIPE UND DAS FEST

 


 

ZUNEIGUNG – DIE FILMEMACHERIN GISELA TUCHTENHAGEN

| Regie und Ton: Quinka F. Stoehr | Kamera: Volker Tittel | Schnitt: Margot Neubert-Maric |
| Deutschland 2006 | 84 Min. |

Ein intimes, sehr persönliches Portrait der Filmemacherin Gisela Tuchtenhagen, einer der ersten Kamerafrauen der Nachkriegszeit. »Dass ich die Ausdrucksmittel Fotografie und Film gefunden habe, hat mich überleben lassen.« Diese Aussage ist die Spur, der der Film folgt. Entstanden ist eine spannende und berührende filmische Reise in Vergangenheit und Gegenwart einer ungewöhnlichen Frau und Filmemacherin, deren Lebens- und Arbeitsmotto sie selbst mit »Zuneigung« beschreibt.

| Do 31.05., 19:30, in Anwesenheit von Quinka F. Stoehr und Gisela Tuchtenhagen | So 03.06., 17:30 |

 


 

DER WIRT, DIE KNEIPE UND DAS FEST

| Ein Film von Gisela Tuchtenhagen und Margot Neubert-Maric |
| Deutschland 2006 | 84 Min. |

Der neue Film der Hamburger Dokumentarfilm-Institution und mehrfachen Grimmepreisträgerin führt tief in die Dithmarscher Provinz – nach Heide/Holstein in den »Hohnbeerkrog«. Hier wird das traditionsreiche und vor allem von männlich geprägten Sitten lebende »Hahnebeer« (Hahnenfest) jedes Jahr gegen Ende des Winters lang und feucht gefeiert. Die Männer sind außer Rand und Band – die Frauen wollen sich kollektiv scheiden lassen. Ein aufschlussreicher, tiefer Einblick in uralte Riten und gut gefüllte Schnapsgläser. Die Sprachfassung ist plattdeutsch mit hochdeutschen Untertiteln.

| Do 31.05., 21:30, in Anwesenheit von Gisela Tuchtenhagen |