WIR ERINNERN: ANDREJ TARKOWSKIJ 1932–1986

Ingmar Bergman bemerkte einmal: »Tarkowskij ist für mich der Bedeutendeste, weil er eine Sprache gefunden hat, die dem Wesen des Films entspricht: Das Leben als Traum.« Am 4. April wäre der Filmemacher 75 Jahre alt geworden.

ANDREJ RUBLJOW | STALKER

 


 

Andrej Rubljow

ANDREJ RUBLJOW

| Regie: Andrej Tarkowskij | Buch: A. Tarkowskij, A. M.-Kontschalowskij | Kamera: Wadim Jusow | mit Anatolij Solonizin, Iwan Lapikow u.a. |
| UdSSR 1966–69 | OmU | 185 Min. |

ANDREJ RUBLJOW ist das genaue Gegenteil einer illustrierten Biografie. Zwar schildert der Film verschiedene Episoden aus dem Leben des mittelalterlichen Ikonenmalers, schwerpunktmäßig beleuchtet er aber seinen alltäglichen Kampf und seinen persönlichen Werdegang, der gekennzeichnet ist von Phasen des Zögerns, des Infragestellens, der metaphysischen Selbstzerfleischung, des Kampfes zwischen Zweifel und Glauben.

Eine ganze Epoche gewinnt in dem Film Leben als eine machtvolle, leidenschaftliche und empfindsame Beschwörung, meisterlich orchestriert durch einen Cinéasten, dessen bildlicher und plastischer Inspiration es gelingt, in jeder Einstellung die naive Schönheit und die fantastische Bewegung der »primitiven« Fresken oder der Gemälde Breughels mitzuteilen.

| Mo 09.04., 19:30 | Sa 14.04., 21:00 |

 


 

Stalker

STALKER

| Regie: Andrej Tarkowskij | Buch: Arkadi und Boris Strugazki, nach ihrer Erzählung »Picknick am Wegrand« | Kamera: A. Knjashinskij, N. Fudim und S. Nauglinych | mit Alissa Frenjindlich, Aleksandr Kajdanowskij, Anatolij Solonyzin, Nikolai Grinko u.a. |
| UdSSR 1979 | OmU | 163 Min. |

Der »Stalker« ist ein Führer, der einen Schriftsteller und einen Wissenschaftler in das verbotene Territorium der »Zone« eskortiert, wo vielleicht vor längerer Zeit ein Meteorit niederging, und in deren Zentrum sich angeblich ein Raum befindet, bei dessen Betreten die geheimsten Wünsche in Erfüllung gehen oder sie sich materialisieren lassen.STALKER ist eine Reise ins Imaginäre, in eine »Zone« des Schweigens und der Unsicherheiten. Tarkowskijs großes, pessimistisches Poem, sein »film philosophique«, hat dabei viel mit der Mystik und Metaphysik Dostojewskis zu tun. Es sind surrealistische Stillleben – en detail oder als Landschaftstotalen –, es sind klaustrophobische Erkundungen in Tunnels oder in Ruinen, es sind vor allem aber Geräusche, die in die Stille fallen und das Faszinosum dieses Films ausmachen.

| Sa 07.04., 18:30, Einführung: Timothy Simms | Fr 13.04., 21:30 | So 15.04., 19:30 |

 


 

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