LITERATURBÜRO FREIBURG

»VERDICHTUNG SÜDWÄRTS« | »MARA KOGOJ« | »CLOACA MAXIMA« | VON POUND, KONFUZIUS UND BENN-ATTACKEN | LITERARISCHES WERKSTATTGESPRÄCH

 


 

AUTORINNEN-LESUNGEN IN DER INTERNATIONALEN FRAUENWOCHE

»VERDICHTUNG SÜDWÄRTS«

Anlässlich der Internationalen Frauenwoche stellen die Unabhängigen Frauen Freiburg und das Literaturbüro Freiburg drei junge literarische Stimmen aus Freiburg vor.

ALMUT RILK, geboren 1971, studierte Neuere Deutsche Literaturgeschichte und Englische Philologie und arbeitet derzeit als Lehrerin am Technischen Gymnasium in Offenburg. Sie erschien mit ihrem Text VERDICHTUNG, SÜDWÄRTS in der Anthologie zum 10. Würth-Literaturpreis. Am 9. März wird sie aus STILLEN, PERSONENKREIS NORD und VERDICHTUNG, SÜDWÄRTS lesen.

PASCAL ANTOINETTE EMRICH, geboren 1969, studierte Literatur-wissenschaft und Politik in Kiel und Freiburg. Gegenwärtig Referendariat. 2006 erhielt sie für ihre Erzählung DAS WASSER den Paula-Rombach-Literaturpreis sowie den zweiten Preis im Erzählwettbewerb »Grenzerfahrungen« für ihre Geschichte DANACH. Am 10. März stellt sie ihre zwei Texte LEBEN SPIELEN und DIE STERNENSTRAßE IST AUCH IN DER DÄMMERUNG ZU MEIDEN vor.

BIRGIT HOFMANN, geb. 1975, studierte Politikwissenschaft und Germanistik in Freiburg. Gegenwärtig Doktorandin im Graduiertenkolleg »Diktaturüberwindung und Zivilgesellschaft« (Heidelberg). 2006 erschien ihr Text 100 JAHRE MONTAGE in der Würth-Literaturpreis Anthologie, 1999 erhielt sie eine Einladung zum renommierten literarischen Nachwuchswettbewerb, dem »Open Mike«, nach Berlin. Am Sonntag, den 11.03. wird sie lesen aus IN DIESEM SOMMER, 100 JAHRE MONTAGE und HUNDE.

Eine Veranstaltung der Unabhängigen Frauen Freiburg und des Literaturbüros Freiburg.

| Fr 09.03., 18:00: Almut Rilk | Sa 10.03., 14:00: Pascal Antoinette Emrich | So 11.03., 18:00: Birgit Hofmann | Galerie | Eintritt frei |

 


 

»MARA KOGOJ«

KEVIN VENNEMANN LIEST

Vennemanns Romandebüt NAHE JEDENEW (Suhrkamp 2006), eine radikale literarische Annäherung an ein antijüdisches Pogrom, wurde im Feuilleton sehr gelobt. Sein zweiter Roman MARA KOGOJ setzt da an, wo der erste aufhört: Wie und mit welchen Folgen wird Geschichte geschrieben, erinnert oder vergessen?

Tone Lebonja untersucht mit seiner Kollegin Mara Kogoj im Rahmen einer österreichischen Studie, was Klagenfurter über das Verhältnis von »Heimat« und »Staat« zu erzählen wissen. Einer der Befragten ist der deutschnationale und heimattreue selbsternannte Journalist Ludwig Pflügler.

Trotz Pflüglers Interpretation der Kärntner Geschichte und seiner Diffamierungen der slowenischen Minderheit, verdrängt Tone Lebonja weiterhin, was ihn als Slowenen einst aus seiner Heimatstadt fortgetrieben hatte. Pflügler dominiert, taktiert und beansprucht Deutungshoheit - doch Leboja schweigt. Bis Mara Kogoj die Fäden in die Hand nimmt und selbst zu berichten beginnt, von dem, »um das es ihr eigentlich und überhaupt geht und immer schon gehen musste«: von einer anderen Version der Geschichte.

Eine Veranstaltung der Buchhandlung jos fritz und des Literaturbüros Freiburg.

| Mi 14.03., 20:00 | jos fritz café | Wilhelmstraße 15 | Eintritt: 5,00/3,00 Euro |

 


 

Vladimir Arsenijevic

»CLOACA MAXIMA«

JUNGE SERBISCHE LITERATUR

Auf dem Balkan meldet sich eine neue Generation zu Wort, die versucht, ihren Umgang mit der Vergangenheit und ihre heutige Sicht auf den Krieg literarisch zu verarbeiten. Vladimir Arsenijevic gehört zu den bekanntesten Vertretern der jungen, alternativen und progressiven serbischen Literaturszene. In seiner Literatur beschäftigt sich Arsenijevic immer wieder mit der Realität eines Landes im Zerfall. Schon sein erster Roman IM UNTERDECK erhielt den renommierten NIN-Preis des Landes und wurde in 20 Sprachen übersetzt. Danach folgte CLOACA MAXIMA: EINE SEIFENOPER (Rowohlt 1996).

Vor dem Hintergrund der serbischen Bombenabwürfe auf Dubrovnik nimmt Arsenijevic Einzelschicksale in den Blick und beschreibt sarkastisch und selbstironisch die hoffnungslose Stimmung der jungen Belgrader Generation. Ein Auszug aus seinem jüngsten Roman ISHMAIL erscheint im Herbst 2007 auch auf Deutsch. Arsenijevic ist zudem Mitbegründer des Verlags »Rende«, einer ambitionierten Verlagsgründung in Serbien, die insbesondere die junge Subkulturszene in den Blick nimmt. Arsenijevic wird in Freiburg verschiedene Texte aus seinen Werken lesen. Den deutschen Text liest Martin Gülich.

Eine Veranstaltung des Literaturbüros Freiburg, gefördert durch die Robert Bosch Stiftung.

| Mi 21.03., 20:00 | Galerie | Eintritt: 5,00/3,00 Euro |

 


 

SPRECHEN ÜBER SPRACHE:

VON POUND, KONFUZIUS UND BENN-ATTACKEN

RAINER MARIA GERHARDTS SPRACHBEGRIFF

Rainer Maria Gerhardt, der seine literarisch produktiven Jahre zwischen 1947 und 1951 in Freiburg hatte, erlebte als Lyriker, Übersetzer, Essayist und Verleger einen glänzenden Start, war der von Pound autorisierte Übersetzer - und verscherzte sich dann seine Chancen beim Limes Verlag, überhaupt Chancen seiner Laufbahn, als er Gottfried Benn in seiner legendären Zeitschrift »Fragmente« (1951) heftig attackierte. Grund war die lyrische Sprache, überhaupt die Sprache Benns als Lyriker. Die Kritik Gerhardts hat auch noch heute ein beachtliches Format und beruht auf einem an Pound und Konfuzius geschulten Sprachbegriff. Eine lange für unmöglich gehaltene Gerhardt-Ausgabe ist nun 53 Jahre nach seinem Freitod erschienen.

Über Gerhardt spricht der Freiburger Sprachwissenschaftler, Herausgeber und Autor Uwe Pörksen.

Eine Veranstaltung des Literaturbüros Freiburg mit freundlicher Unterstützung des Kulturamts Freiburg.

| Di 27.03., 20:00 | Galerie | Eintritt: 5,00/3,00 Euro |

 


 

LITERARISCHES WERKSTATTGESPRÄCH

Das »Literarische Werkstattgespräch«, Neufassung der vormaligen »Offenen Lesung«, ist eine Veranstaltung, bei der Schreibende unveröffentlichte literarische Texte zur Diskussion stellen können. Die Veranstaltung findet alle zwei Monate jeweils am letzten Donnerstag statt. Textbewerbungen bitte bis spätestens eine Woche vor dem Gespräch ans Literaturbüro schicken.

| Do 29.03., 20:00 | Galerie | Eintritt frei |

 


 

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