LES FILMEURS – DOKUMENTARFILME AUS FRANKREICH

Im März: RÉCRÉATIONS | LA MOINDRE DES CHOSES | UN VIVANT QUI PASSE
Im April: UN MONDE MODERNE | LES TERRIENS

 


 

Récréations

RÉCRÉATIONS

| Regie, Kamera: Claire Simon | Schnitt: Suzanne Koch |
| Frankreich 1993 | OmeU | 54 Min. |

Es gibt ein sehr kleines Land, das so klein ist, dass es in gewisser Weise einer Theaterbühne ähnelt. Zwei bis dreimal täglich wird dieses Land bevölkert. Seine Einwohner sind sehr klein. Es herrschen zwar Gesetze in diesem Land, doch werden sie immer wieder in Frage gestellt und wiederholt wird deswegen gekämpft. Dieses Land heißt »der Schulhof« und sein Volk sind »die Kinder«. Für das Ohr der Erwachsenen klingen sie wie fröhlicher Lärm, doch die Spiele der Kinder im Pausenhof sind nicht so harmlos wie sie scheinen.

| Di 06.03., 19:30 | So 11.03., 17:30 |

 


 

La moindre des choses

LA MOINDRE DES CHOSES

| Regie: Nicolas Philibert | Kamera: Katell Dijan, Nicolas Philibert | Schnitt: Nicolas Philibert, Julietta Roulet | | Frankreich 1996 | OmeU | 105 Min. |

Patienten und Pfleger der Psychiatrischen Anstalt von La Borde bereiten ihr jährliches Theaterstück vor. Der Film begleitet dieses Abenteuer während der Proben.

»Ein Film über den Wahn? Sicher nicht. Über die Psychiatrie? Noch weniger! Das Theater? Ein Vorwand... In La Borde habe ich weniger einen Film über als einen Film mit den Verrückten gemacht. Wenn ich das Thema des Filmes definieren sollte, würde ich ihn als einen Film beschreiben, der zeigt, was uns mit anderen verbindet, ein Film über die Fähigkeit – oder Unfähigkeit – dem anderen einen Platz zuzugestehen. Im Endeffekt auch über das, was der Kontakt mit der Fremdheit des anderen uns über uns selbst erkennen lässt.« (Nicolas Philibert)

| Sa 24.03., 19:30 | So 25.03., 17:30 |

 


 

UN VIVANT QUI PASSE

| Regie: Claude Lanzman | Kamera: Dominique Chapuis, Wiliam Lubtchansky, Caroline Champetier | Schnitt: Sabine Mamou, Michael Rosenfeld |
| Frankreich/Deutschland 1997 | OmeU | 65 Min. |

Ein gefilmtes Interview mit Maurice Rossel, einem Schweizer Mitarbeiter des Internationalen Roten Kreuzes während des Zweiten Weltkriegs. Dieser hatte einen positiven Bericht über das Konzentrationslager Theresienstadt geschrieben, das er als ‚»Modellghetto« bezeichnete.

Claude Lanzman filmt in der Gegenwart die vergangenen Spuren des Genozids, er sucht dabei das Zeugnis und verzichtet auf jedes Archivmaterial. Fragen der Wahrheit, der Sichtbarkeit und der Verblendung bestimmen den Film, der sich um die Spannung zwischen der Weigerung des Sehens und Erkennens und der Möglichkeit des Sehens und Erkennens aufbaut.

| Do 29.03., 19:30 | So 01.04., 17:30 |

 


 

UN MONDE MODERNE

| Regie: Sabrina Malek, Arnaud Soulier | Kamera: Arnaud Soulier | Schnitt: Emmanuelle Legendre | | Frankreich 2005 | OmU | 84 Min. |

Vor einigen Jahren wurde in der Werft Chantiers de l‘Atlantique in Saint-Nazaire die Unternehmensstrukturen geändert, um Produktionskosten zu senken. Eine neue Arbeitseinteilung, Teilzeitarbeit und Delokalisierung verursachten eingreifende Veränderungen der Arbeitsverhältnisse und der Beziehungen der Arbeiter untereinander. Während sich der weltgrößte Passagierdampfer Queen Mary 2 noch in der Montage befindet, erzählen die Arbeiter der Werft von ihrem Alltag, ihren neuen Arbeits- und Lebensbedingungen in einer organisierten Unsicherheit.

| Di 10.04., 19:30, Einführung: Joachim Ruth (DGB), anschl. Diskussion in der Galerie | Do 12.04., 21:30 |

siehe auch unsere Filmreihe Work in Progress

 


 

LES TERRIENS

| Regie und Kamera: Ariane Doublet | Schnitt: Sophie Mandonnet |
| Frankreich 2000 | OmeU | 84 Min. | ciné club |

Am 11. August 1999 erlebt Nordfrankreich eine Sonnenfinsternis. Das Pays de Caux, ein kleiner Erdabschnitt am Ärmelkanal, befindet sich im Zentrum der betroffenen Zone. Dieses einmalige Ereignis bietet den Einheimischen die Gelegenheit, etwas aus sich herauszugehen: Sie erzählen von der täglichen Arbeit und von den Mondphasen, erwähnen den Rhythmus der Jahreszeiten in einer Art Poesie des Alltags. Doch bald werden sie innerhalb weniger Stunden von Mengen neugieriger, mit seltsamen Brillen gerüsteter Besucher überfallen werden... »Wenn die Erde sich verdunkelt wird die Gemeinschaft ganz plötzlich von einer Art bewegenden Gnade umhüllt, die jeden zur eigenen Erfahrung der Sonnenfinsternis zurückführt.« (Cahiers du cinéma)

| Do 19.04., 19:30, Einführung: Flavien Le Bouter, Mathias Schillmöller | So 22.04., 17:30 |

Die Filmreihe läuft mit Unterstützung des Bureau du Cinéma der französischen Botschaft in Berlin und in Zusammenarbeit mit dem Centre Culturel Français Freiburg.

 


 

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