Freiburger Fenster

FREIBURGER FENSTER

TANZ-SPUREN AM BLAUEN HAUS

Skizzen der Entstehung des Schüler-Tanzprojekts DANCES FOR THE BLUE HOUSE

| Regie: Bodo Kaiser | Konzeptionelle Mitarbeit: Harald Herrmann, Marion Schnurnberger |
| Deutschland 2006 | 64 Min. |

Die jüdischen Choreographen Jonathan Hollander und Aviva Geismar, die in New York von der Arbeit des »Blauen Hauses« (jüdisches Kulturzentrum in Breisach) erfahren hatten, kamen im Sommer 2006 mit dreizehn Tänzern nach Breisach, um dort ihre Tanzstücke DANCES FOR THE BLUE HOUSE zu präsentieren. Darüber hinaus erarbeiteten sie an drei Freiburger Schulen Tanz-Performances zum Holocaust, die in den Schulen und später in Breisach mit großem Erfolg aufgeführt wurden.

Aviva Geismar stammt selbst aus einer der Gründungsfamilien der Breisacher jüdischen Gemeinde. Ihre Großeltern, die mit weiteren Familienmitgliedern in Auschwitz ermordet wurden, wuchsen in der Judengasse auf. Hier und am Platz der Synagoge und am Blauen Haus führte sie ihre Tanzinszenierung NÄHER ALS ES SCHEINT auf.

Bodo Kaiser hat für seinen Film die Probenarbeit an den Freiburger Schulen begleitet und zeigt Gespräche, die Jonathan Holländer und die Tänzer während der Probenarbeit mit den Schülern führten.

In Breisach sehen wir die Entstehung von Aviva Geismars Straßen-Performance NÄHER ALS ES SCHEINT. Im Film sind beide Prozesse ineinander verschachtelt und vermitteln eine Eindruck, mit welcher Begeisterung die Schüler mit den Tänzern die Choreographie erarbeiten und sich anhand des Themas Judenverfolgung mit dem gegenwärtigen Phänomen der Ausgrenzung und Verfolgung von Minderheiten auseinandersetzen. Der Film verzichtet auf jeglichen Kommentar und vertraut ganz auf die Äußerungen der Schüler und der professionellen Tänzer. Am Ende des Films sehen wir Ausschnitte der Aufführungen in Freiburg und Breisach, die vom Publikum begeistert aufgenommen wurden.

| Mo 26.02., 20:00, zu Gast: Bodo Kaiser |

 


 

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