LES FILMEURS – DOKUMENTARFILME AUS FRANKREICH: »CAHIERS DU CINÉMA«

BETWEEN THE LINES

» »In letzter Zeit wurde in den »Cahiers du cinéma« viel über die dokumentarische Dimension des zeitgenössischen Kinos nachgedacht und über die Bedeutung der Aufnahmetechnik beim Abbilden von Realität – sei es durch klassische oder neueste digitale Mittel des Kinos. Wir haben darin immer den Beweis einer Vitalität der zeitgenössischen Praktiken gesehen. Wir präsentieren sieben neue Filme (die ältesten sind um die zehn Jahre alt), die von mehreren Generationen von Filmemachern in einer großen Vielfalt von Stilen, Herangehensweisen und Methoden gedreht wurden. Gut die Hälfte der Filmemacher würde die Bezeichnung »Dokumentarfilmer« ablehnen, während andere sie stolz einfordern. Alle sehr unterschiedlichen Filme haben wir in den »Cahiers du cinéma« geschätzt und verteidigt. In manchen agieren die Filmemacher äußerst diskret (z.B. Raymond Depardon oder Nicolas Philibert), andere inszenieren das Spiel mit Empathie und Distanz wie Ariane Doublet, oder aus dem ganz persön-lichen Blick, der bei Claire Simon dramaturgisch wirkt.

Die Fragen, die das Kino an das Virtuelle, an die reale Zeit, an den elektronischen Datenstrom stellt, führen, neben der Qualität jedes Films – seiner Schönheit, seiner Emotion, seiner Komik – dazu, dass dieses Programm als Ganzes hofft, etwas zum Verständnis unserer Welt beizutragen. Und genau das gefällt uns.« (Jean-Michel Frodon, Cahiers du cinéma)

Die Fimreihe LES FILMEURS wird im März und April fortgesetzt, organisiert von Jean-Michel Frodon, »Cahiers du cinéma«, dem Bureau du Cinéma der Französischen Botschaft in Berlin und in Zusammenarbeit mit dem Centre Culturel Français Freiburg. Zur Reihe erscheint im Februar ein ausführliches Begleitheft.

SEIN UND HABEN | 10ÈME CHAMBRE, INSTANTS D‘AUDIENCES

 


 

Sein und Haben

SEIN UND HABEN

ÊTRE ET AVOIR

| Regie: Nicolas Philibert | mit Georges Lopez, Olivier, Guillaume, Laura, Jonathan, Létitia, Alize, Jojo, Nathalie, Jessie, Axel, Johann, Marie, Julien |
| Frankreich 2002 | OmU | 104 Min. |

Überall in Frankreich gibt es noch einige Schulen, die aus nur einer Klasse bestehen. Alle Kinder eines Dorfes, vom Kindergartenalter bis zum letzten Jahr der Grundschule, werden von einem Lehrer oder einer Lehrerin unterrichtet. Zwischen Isolation und Weltoffenheit teilen diese abgeschiedenen kleinen Gruppen den Alltag, im Guten wie im Schlechten. In einer von ihnen, irgendwo im Herzen der Auvergne, wurde dieser Film gedreht.

| Do 15.02., 19:30, Einführung: Flavien Le Bouter, Mathias Schillmöller – in Kooperation mit dem DFG Freiburg | Fr 16.02., 21:30 | So 18.02., 21:30 |

 


 

10ème chambre

10ÈME CHAMBRE, INSTANTS D‘AUDIENCES

| Regie: Raymond Depardon | Kamera: Fabienne Octobre, Justine Bourgade | Schnitt: Simon Jacquet, Lucile Sautarel |
| Frankreich 2004 | OmU | 105 Min. |

Von Mai bis Juli 2003 erhielten Raymond Depardon und sein Team die außergewöhnliche Erlaubnis, Anhörungen zu minderen Delikten eines Pariser Gerichtshofs zu filmen. Zwölf Fälle, zwölf Schicksale: Gewöhnliche Männer und Frauen stehen vor Gericht. Depardon liefert einen einzigartigen Einblick in die Maschinerie der Justiz und zeigt die Werte und Neurosen unserer Gesellschaft auf. »Es ist sowohl der ›Blick‹ der Justiz auf die Angeklagten, als auch die Blicke der Angeklagten auf die Welt der Justiz sowie unser eigener Blick, der hier in Frage gestellt wird.« (Cahiers du cinéma)

| Di 27.02., 19:30 |

 


 

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