Esmas Geheimnis

MITTWOCHSKINO: ESMAS GEHEIMNIS

ESMAS GEHEIMNIS

GRBAVICA

| Regie: Jasmila banic | Buch: Jasmila banic | mit Mirjana Karanovic, Luna Mijovic, Leon Lucev |
| Bosnien/Herzegowina, A, D, Kroatien 2006 | OmU | 90 Min. |

Esma lebt mit ihrer 12-jährigen Tochter Sara allein im Nachkriegs-Sarajevo. Sara möchte auf einen Schulausflug gehen. Esma nimmt einen Job als Kellnerin in einem Nachtclub an, um das Geld für den Ausflug aufzubringen. Die quirlige Sara freundet sich mit Samir an, der wie sie selber keinen Vater hat. Beide Väter sollen als »Kriegshelden« gestorben sein, heißt es. Mehr aber erfährt Sara nicht. Wenn sie das heikle Thema anspricht, gibt Esma ausweichende Antworten...

Die zunächst ganz alltägliche Geschichte lässt uns nach und nach die früheren Kriegsgräuel erahnen, unter denen unzäh-lige - insbesondere weibliche - Kriegsopfer noch heute leiden. Der aufwühlende Film lässt uns Esma's Schicksal mitleben. Er zeigt, wie die traumatische Vergangenheit die Gegenwart belastet. Erst das Sprechen darüber macht es möglich, sich neu zu begegnen und wieder in die Zukunft zu blicken. Goldener Bär Berlinale 2006.

| Mi 24.01., 19:30, im Anschluss Diskussion in der Galerie mit Jasmina Prpic, Rechtsanwältin aus Bosnien/Herzegowina und Vertreterinnen von Amica e.V. und Frauenhorizonte e.V. | Do 25.01., 21:45 | Mi 31.01., 19:30 |

 


 

Between the Lines

MITTWOCHSKINO: INDIENS DRITTES GESCHLECHT

BETWEEN THE LINES

INDIENS DRITTES GESCHLECHT ZWISCHEN MYSTIK, SPIRITUALITÄT UND PROSTITUTION

| Regie: Thomas Wartmann | Kamera: Thomas Riedelsheimer | mit Asha, Rhamba, Laxmi u.a. |
| Indien 2005 | OmU | 95 Min. |

Sie erscheinen wie Wesen aus einer anderen Welt: Transsexuelle und Hermaphroditen, die sich in Frauenkleider hüllen und grell geschminkt im Verkehrs-Chaos auf Bombays Straßen um Spenden bitten. In Indien nennt man sie Hijras. Sie leben seit Jahrhunderten meist in kleinen Gruppen oder Wohngemeinschaften, verdienen ihren kargen Lebensunterhalt durch Prostitution und Bettelei und genießen in der hinduistischen Gesellschaft einen ambivalenten Status: obwohl sie weitgehend gemieden und abgelehnt werden, dürfen sie zu bestimmten familiären Anlässen und während eines großen jährlichen Festes auch rituelle Zeremonien durchführen. Thomas Wartmann porträtiert drei Hijras aus Bombay, die trotz ihres gesellschaftlichen Schattendaseins die einzige Freiheit verteidigen, die sie haben: nämlich jene, weder Mann noch Frau zu sein. Ein Film, der mit intensiven Bildern - ohne Off-Kommentar und gänzlich frei von Voyeurismus - Innenansichten aus dem Alltag der Hijras und Subkulturen des modernen Indiens zeigt.

| Mi 17.01., 19:30 | So 21.01., 17:30 |

 


 

schreib mir mal! e-mail ans Kommunale Kino
kino@freiburger-medienforum.de
Startseite Kommnunales Kino Freiburg
Zurück zur
Startseite