MITTWOCHSKINO: ARTE-SONNTAGSMATINÉE – IRANISCHE DOKUMENTARFILME HEUTE

Im Rahmen der Ausstellung iran.com – Dialoge und kulturelle Netzwerke in Freiburg laden der europäische Kulturkanal ARTE und das Kommunale Kino im Januar zur sonntäglichen Matinée ein. Gezeigt werden beeindruckende Dokumentarfilme von Autorinnen und Autoren aus Europa und dem Iran. Aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln erzählen sie ihre sehr persönlichen Geschichten aus dem heutigen Iran. Jedem Dokumentarfilm wird ein kurzer geopolitischer Beitrag über den Iran aus der Reihe »Mit offenen Karten« (10 Min.) vorangestellt. Der Eintritt ist frei!

CITY WALLS – MY OWN PRIVATE TEHERAN | DAS ANDERE GESICHT DES IRAN | EXILE FAMILY MOVIE | KINO – MADE IN IRAN | IRAN.COM: AUSSTELLUNG

 


 

CITY WALLS – MY OWN PRIVATE TEHERAN

| Regie: Afsar Sonia Shafie |
| Schweiz/Iran 2006 | OmU | 85 Min. |

Die in der Schweiz lebende Regisseurin besucht ihre Familie im Iran und lässt sie aus ihrem Leben erzählen. Als die Großmutter von der Zwangsheirat mit dem Großvater erzählt, behauptet er, sie lüge. Eine heftige Auseinandersetzung folgt, die die Regisseurin zum Anlass nimmt, um im vertrauten

Gespräch mit Mutter und Großmutter und anderen Frauen in der Verwandtschaft über deren Leben und frühes Heiraten zu sprechen. Ein sehr feinfühliges Porträt bemerkenswerter Frauen und Mütter, die sich von Generation zu Generation langsam aber sicher aus den Fesseln der patriarchalischen Ordnung lösen konnten. Vorabpremiere des Dokumentarfilms – Ausstrahlung auf arte: voraussichtlich im Mai 2007.

| So 07.01., 11:00, zu Gast: Die Regisseurin Afsar Sonia Shafie |

 


 

Das andere Gesicht des Iran

DAS ANDERE GESICHT DES IRAN

| Regie: Thierry Michel |
| Belgien/Iran 2002 | OmU | 90 Min. |

Im Mai 1997 sorgte der Iran für eine Überraschung: Bei den Präsidentenwahlen siegte Mohammad Khatami, Reformkandidat und leidenschaftlicher Befürworter von Liberalisierung und Modernisierung.

Vor allem Frauen und junge Leute hatten ihm ihre Stimme gegeben. Aber den Staatsapparat beherrschen weiter die Konservativen. Präsident Khatami steht unter Aufsicht von Revolutionsführer Ali Khamenei, und jede Parlamentsentscheidung muss vom Obersten Rat der Islamischen Revolution genehmigt werden. Der Film zeigt, wie die Iraner heute ihren Alltag gestalten und im Labyrinth der iranischen Gesellschaft der Modernität Ausdruck verleihen.

| So 14.01., 11:00 |

 


 

Exile Family Movie

EXILE FAMILY MOVIE

| Regie und Buch: Arash T. Riahi |
| Österreich/Iran 2006 | OmU | 94 Min. |

Erzählt wird die Geschichte einer iranischen Großfamilie, die die Islamische Revolution in alle Winde verstreut hat. Ein Teil ist im Iran geblieben, und die einzige Möglichkeit, einander zu sehen, besteht in dem Austausch von Videobotschaften. Bis ein heimliches Treffen während einer Pilgerreise nach Mekka organisiert wird. In einem Hotel in Saudi Arabien kommt es schließlich zu der ersten Begegnung nach über 20 Jahren... Der Film ist immer in Bewegung, greift Gefühle auf, die durch Trennung und Exil lange verdrängt waren, und lässt die unschuldig-albernen Momente ebenso zu, wie die tiefen emotionalen Berührungen. EXILE FAMILY MOVIE wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet, zuletzt mit der Goldenen Taube für den besten Dokumentarfilm beim Internationalen Dokumentarfilmfestival Leipzig im November 2006.

| So 21.01., 11:00, in Anwesenheit des Regisseurs Arash |

 


 

Made in Iran

KINO – MADE IN IRAN

| Regie: Thierry Michel |
| Belgien 2002 | OmU | 90 Min. |

Der Dokumentarfilm behandelt die zeitgenössische Geschichte des Iran anhand des einheimischen Filmschaffens. Eine Kinogeschichte, die trotz Zensur und Restriktionen ein Spiegel der iranischen Gesellschaft ist. Eine Filmgeschichte – geprägt durch die Zeit des Schah, die Iranische Revolution von 1979, den Krieg mit dem Irak, die aber auch immer den Alltag und die sozialen Probleme der Menschen zum Thema hat. Neben zahlreichen Ausschnitten zeigt sie Gespräche mit bedeutenden iranischen Regisseuren wie Mohsen Makhmalbaf, Dariush Mehrjui, Kamran Shirdel, Nosratollah Karimi, Jafar Panahi oder Amir Naderi sowie Archivmaterial aus Spiel- und Fernsehfilmen.

| So 28.01., 11:00 |

 


 

IRAN.COM: AUSSTELLUNG

ABSURDE WELTEN - FOTOS VON RAMIN HAERIZADEH

Noch bis 28. Januar bei uns in der Galerie und im Café.

| Mo 18:00–21:30 | Di–So 15:00–21:30 | Eintritt frei |

 


 

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