de profundis kino avantgarde

FREIBURGER GESCHLECHTERSTUDIEN: MÄNNER+GESCHLECHT

DE PROFUNDIS

| USA 1997 | OF | 65 Min. |

Ausgehend vom gleichnamigen Text Oscar Wildes, hält DE PROFUNDIS der schwulen Sexualität einen Spiegel vor, getreu den Worten des Dichters: »Der einzige Weg, sich einer Versuchung zu entledigen, besteht darin, ihr nachzugeben.« Mit ineinander greifenden Bildern aus Home-Videos, Performances, Radical-Faerie Versammlungen, Schwulen-Erotica und einer nach den Aphorismen Wildes gestalteten Sprachkomposition lässt Brose den Film selbst zum Protagonisten seiner Forschung werden. Mit Bildern und Tönen, die ständig abnehmen, sich verschieben und einander kontaminieren, wird Film zur Metapher des transformierenden Ichs, das Wilde hochschätzte, da es das Gefühl sexueller Normalität verdarb. DE PROFUNDIS greift diese Haltung auf und deutet warnend darauf hin, dass die Sehnsucht nach Normalität dieses transformierende Ich einzuschließen droht.

| Di 05.12., 19:30, Einführung: Dr. Ludwig Ammann |

 


 

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