LITERATURBÜRO FREIBURG

LESUNG & GESPRÄCH: »LOLITA LESEN IN TEHERAN« AZAR NAFISI
LESUNG: DEUTSCH-PERSISCHE LYRIK: »IN BEGLEITUNG DES WINDES« ABBAS KIAROSTAMI
LESUNG: »DIE SCHATTENLOSEN« HASAN ALI TOPTAS, GERHARD MEIER (Übersetzer)
TEXTWERKSTATT: »JUGEND SCHREIBT« ZU GAST: FELICITAS HOPPE
PODIUMSVERANSTALTUNG: »KONTUREN« DEUTSCHSPRACHIGE GEGENWARTSLITERATUR
SPRECHEN ÜBER SPRACHE: LITERATUR ÜBER SICH SELBST
WERKSTATTGESPRÄCH ÜBER UNVERÖFFENTLICHTE TEXTE: OFFENE LESUNG

 


 

LESUNG & GESPRÄCH

»LOLITA LESEN IN TEHERAN« AZAR NAFISI

»So ist die Islamische Revolution in Iran noch nie erzählt worden«, schreibt Sigrid Löffler über Azar Nafisis Erfolgsroman LOLITA LESEN IN TEHERAN, der 18 Wochen auf der New York Times Bestseller Liste stand. Ein Erfahrungsbericht nicht nur über die Schrecken politischer Willkür, sondern auch über »Schlupflöcher«: In heimlichen Lektürezirkeln lesen junge Studentinnen das, was sonst verboten ist, vor allem Klassiker der Literatur, und lernen, alternative Welten im Kopf zu erproben und der politischen Willkür und Gewalt eine innere Kraft entgegen zu setzen. Es liest die Übersetzerin aus dem Amerikanischen Maja Ueberle-Pfaff. Die Einführung und Moderation übernimmt Elisabeth Kiderlen.

Eine Veranstaltung des Literaturbüros Freiburg in Zusammenarbeit mit dem Carl-Schurz-Haus Freiburg im Rahmen des städteweiten Projekts »iran.com«.

| So 05.11., 11:00 | Galerie | Eintritt: 5,00/3,00 Euro | zur Lesung zeigt das Kommunale Kino um 19:30 den Film DIE PRÜFUNG |

 


 

LESUNG: DEUTSCH-PERSISCHE LYRIK

»IN BEGLEITUNG DES WINDES« ABBAS KIAROSTAMI

Die Lesung stellt Gedichte des iranischen Filmemachers Abbas Kiarostami aus seinem Band IN BEGLEITUNG DES WINDES (Suhrkamp 2004) vor. Jenseits von Zeit und Raum lädt uns Kiarostami ein, in den vermeintlich banalen Dingen des Lebens die Poesie und Kraft zu entdecken, die diesen innewohnt. Wie in seinen Filmen gelingt es dem 1940 in Teheran geborenen Autor und Filmemacher mit diesen lyrischen Momentaufnahmen Bilder zu schaffen, die sich nicht nur in das Gedächtnis, sondern auch in das Bewusstsein einschreiben. Diese Textminiaturen fügen sich zu einem Mosaik an Lebens- und Naturstimmungen, die vor allem durch ihre Knappheit in Sprache und Form immer wieder aufs Neue beeindrucken. Die Lesung findet zweisprachig statt, gelesen von: Alireza Morshed und Christoph Müller

Eine Veranstaltung des Literaturbüros Freiburg u. des Arabia Instituts.

| Do 09.11., 20:00 | Galerie | Eintritt: 5,00/3,00 Euro |

 


 

LESUNG

»DIE SCHATTENLOSEN« HASAN ALI TOPTAS, GERHARD MEIER (Übersetzer)

Ein Lehrling verschwindet aus dem Frisörsalon. Auch das schöne Mädchen Güvercin ist verschollen. Das spurlose Verschwinden greift um sich wie eine Epidemie. Schon berichtet die Provinzpresse in fetten Schlagzeilen über den Skandal. Der Bürgermeister, noch siegestrunken nach seiner Wiederwahl, weiß sich nicht mehr zu helfen. Ist dieses Verwirrspiel nur die Erfindung eines in Geschichten vernarrten Kunden, der im Spiegel des Frisörsalons seine Fantasie spielen lässt?

DIE SCHATTENLOSEN ist ein Roman mit einer magischen Sogkraft, der oszilliert zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Traum und Wirklichkeit. Mit seiner Sprachgewalt ist er die Überraschung der türkischen Literatur in den letzten Jahren. Hasan Ali Toptas liest aus dem Originaltext und Gerhard Meier aus seiner Übersetzung. Im Anschluss werden türkischer Tee und Gebäck serviert.

Hasan Ali Toptas, geboren 1958 in Baklan, einer Industriestadt im Südwesten der Türkei. Er hat drei Sammelbände mit Kurzgeschichten und vier Romane veröffentlicht. 2006 wurde er mit dem Orhan-Kemal-Preis, dem angesehensten Literaturpreis der Türkei, ausgezeichnet.

Gerhard Meier, geb. 1957, aufgewachsen in Landshut, studierte in München Romanistik und Germanistik. Seit 1986 lebt er bei Lyon, wo er literarische Übersetzungen aus dem Französischen und aus dem Türkischen anfertigt.

Eine Veranstaltung von Südwind Freiburg, Kommunales Kino und Literaturbüro Freiburg in Zusammenarbeit mit dem Center of Internal Medicine, Dept. Rehabiliation, Prevention and Sports Medicine.

| Mo 13.11., 20:00 | Galerie | Eintritt: 5,00/3,00 Euro |

 


 

TEXTWERKSTATT

»JUGEND SCHREIBT« ZU GAST: FELICITAS HOPPE

Oberstufenschülerinnen und -schüler treffen sich regelmäßig zu halb-tägigen Werkstatttreffen im Literaturbüro, um eigene Texte zu lesen und darüber zu diskutieren. In der Werkstatt im November wird die Schriftstellerin Felicitas Hoppe zu Gast sein und den Jugendlichen für ein Gespräch zur Verfügung stehen. Die Veranstaltung ist eine Zusatzveranstaltung zum »20. Freiburger Literaturgespräch«. Anmeldung bitte im Literaturbüro.

Eine Veranstaltung des Literaturbüros Freiburg in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt Freiburg, dem Regierungspräsidium Freiburg und dem Markgräfler Gymnasium Müllheim.

| Fr 17.11., 15:30-18:00 | Literaturbüro Freiburg | Eintritt frei |

 


 

PODIUMSVERANSTALTUNG

»KONTUREN« DEUTSCHSPRACHIGE GEGENWARTSLITERATUR

Der Autor, der Text, die Kritik und der Markt - vier Instanzen der literarischen Öffentlichkeit, in der Bestenlisten um die Wette prämieren, sich Autoren um Kopf und Kragen schreiben und Eventliteratur auch nachts die Auslagen der Buchhandlungen zum Leuchten bringt: »Bitte einpacken. Soll ein Geschenk sein.« Die Gattung Roman boomt. Verkaufszahlen steigen. Aber was steigt noch mit dem Preis? Was kennzeichnet die deutschsprachige Literatur der Gegenwart - was hat sich in den letzten Jahrzehnten literarisch ereignet? Welche Entwicklungslinien lassen sich zeichnen - und wohin könnten sie führen? Und: Wie stilprägend sind in diesem Zusammenhang Schreib-institute wie das Deutsche Literaturinstitut Leipzig und der Studiengang »Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus« in Hildesheim?

Noch vor wenigen Jahrzehnten waren deutschsprachige Verlage deutlich inhaltlichen Ausrichtungen und Profilen zuzuordnen. Heute fällt eine Zuordnung schwer - die Verlagsprogramme der großen Verlage sind heterogen und vielfältig. Zugleich werden kleine Verlage wie »Blumenbar« oder »Kookbooks« für ihr ambitioniertes Programm, für ihren Mut ausgezeichnet, auch Ungewöhnliches in die literarische Öffentlichkeit zu tragen. Was bedeutet es heute, wenn ein Text »etwas wagt«? Was ist innovativ, was abseitig? Und wie artikuliert sich das in der Literaturkritik? Gibt es bei allen literarischen Moden auch »blinde Flecken« in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur?

Diese Fragen sollen im Podiumsgespräch unter der Moderation von Andreas Breitenstein (Neue Züricher Zeitung) diskutiert werden. Mit dabei: Helmut Böttiger (Autor und Literaturkritiker, Berlin), Charlotte Brombach (Suhrkamp Verlag), Angelika Overath (Literaturkritikerin und Autorin, Tübingen) sowie Ludwig Kraft (Kulturdezernent, Bonn).

Eine Veranstaltung des Literaturbüros Freiburg in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt der Stadt Freiburg und dem SWR Studio Freiburg.

| So 19.11., 11:00 | SWR, Schlossbergsaal, Kartäuserstr. 45, Eintritt frei |

 


 

SPRECHEN ÜBER SPRACHE

LITERATUR ÜBER SICH SELBST

Die Literatur ist erwachsen genug, um das Thema der Reihe: SPRECHEN ÜBER SPRACHE selbst zu erledigen, da braucht es keinen Vortrag über sie, ein nachvollziehender Blick und ein wiederholendes Sprechen reicht. Dies tut sie auf den verschiedensten Ebenen: sie spricht über Buchstaben, entwickelt aus ihrem Ton und/oder ihrer Form unterschiedlichste Geschichten, tritt buchstäblich für Gleichheit ein, in der Form des Anagramms, lässt jüdische und christliche Tradition im Palindrom zusammenschießen, spricht über Verluste in Form des Lipogramms und zählt buchstäblich, wenn sie erzählt etc. Beguckt und gehört werden sollen verschiedene Texte aus der französischen Literatur, vor allem des 19.-20. Jahrhunderts. Wolfgang Orlich ist Wissenschaftlicher Angestellter am Romanischen Seminar der Universität Freiburg. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Literaturtheorie, Text-Bild-Relationen und Hypertexten. Darüber hinaus beschäftigt er sich mit dem neuartigen Feld der Philologie im Netz.

| Di 28.11., 20:00 | Galerie | Eintritt: 5,00/3,00 Euro |

 


 

WERKSTATTGESPRÄCH ÜBER UNVERÖFFENTLICHTE TEXTE

OFFENE LESUNG

Die Offene Lesung ist eine Veranstaltung, bei der Schreibende unveröffentlichte literarische Texte präsentieren und zur Diskussion stellen können. Textanmeldung im Literaturbüro.

| Do 30.11., 20:00 | Literaturbüro | Eintritt frei |

 


 

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