FILMABEND: NELLY SACHS

STERBEN, OHNE GEMORDET ZU WERDEN

Regie: Ralph Giordano | Deutschland 1971 |

Ein Dokumentarfilm über Leben und Werk der Nobelpreisträgerin Nelly Sachs. - Der im Jahr 1971 für den WDR gedrehte Film des Regisseurs, Schriftstellers und Journalisten Ralph Giordano zeichnet in unaufdringlichen Bildern und eingängigen Interviews mit Freunden, Weggefährten und Kennern der Person und des Werkes ein Porträt von Nelly Sachs: der >letzten großen Dichterin des Judentums in deutscher Sprache< (H.M. Enzensberger).

Gekonnt verbindet Giordano die Aufarbeitung der jüngsten deutschen Geschichte beispielhaft mit dem Leben von Nelly Sachs, die 1891 in einer sog. assimilierten jüdischen Familie in Berlin geboren wurde und durch die Verbrechen Hitlers an der jüdischen Bevölkerung im Jahr 1940 fluchtartig das Land in Richtung Schweden verlassen musste. Dort lebte sie - mit ihrer pflegebedürftigen Mutter - im Exil ein äußerst zurückgezogenes Leben in einer kleinen Stockholmer Mietwohnung, in der sie nächtelang schrieb, um den Alptraum der Shoah zu verarbeiten und in poetisch-apokalyptischen Bildern zu bannen.

Im Rahmen des Symposions zu Leben und Werk von Nelly Sachs (1871-1970) vom 05.10.-08.10 in der Katholischen Akademie: Anlass ist der 40. Jahrestag der Verleihung des Nobelpreises für Literatur 1966 an Nelly Sachs. In Kooperation mit der Katholischen Akademie Freiburg.

| Do 05.10., 20:00 in Anwesenheit des Regisseurs Ralph Giordano | Sa 07.10., 17:30 |

 


 

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