MITTWOCHSKINO

BRIEFE AUS WIWILI | BETWEEN THE LINES

 


 

BRIEFE AUS WIWILI

ZUM GEDENKEN AN DEN 20. TODESTAG VON BERND KOBERSTEIN

Regie: Bertram Rotermund
| Deutschland 1986 | 45 Min. |

Wiwili, eine Kleinstadt mit 7.000 Einwohnern im Norden von Nicaragua am Rio Coco, 20 km von der Grenze zu Honduras entfernt. Auf der anderen Seite der Grenze befanden sich die Lager der Contras, die von dort aus immer wieder in das Land einfielen, um die Siedlungen und Straßen anzugreifen. Auf Druck der Solidaritätsbewegung hin beschließt der Freiburger Gemeinderat, den dringend notwendigen Bau einer Trinkwasserversorgung für Wiwili im Rahmen einer Städtefreundschaft zu finanzieren. Im März 1985 gehen Bernd Koberstein und Reinhold Seidelmann nach Wiwili, um den Bau eines Wasserprojektes anzuleiten. Am 29. Juli wird Bernd zusammen mit fünf anderen ermordet: von den Contras, die US-amerikanisch subventioniert sind. Eigentlich hätte der Film zusammen mit Bernd Koberstein gedreht werden sollen, jetzt sind die Briefe aus Wiwili sein Vermächtnis. Zitate aus Bernd Kobersteins Briefen sind der einzige Kommentar des Films.

| Mi. 04.10., 19.30, in Kooperation mit dem Verein zur Förderung und Mitgestaltung einer Städtepartnerschaft Freiburg-Wiwili e.V. |

 


 

Between the lines

BETWEEN THE LINES

INDIENS DRITTES GESCHLECHT ZWISCHEN MYSTIK, SPIRITUALITÄT UND PROSTITUTION

Regie: Thomas Wartmann | Kamera: Thomas Riedelsheimer | mit Asha, Rhamba und Laxmi
| Deutschland/Indien 2005 | OmU | 95 Min. |

Sie erscheinen wie Wesen aus einer anderen Welt: Transsexuelle und Hermaphroditen, die sich in Frauenkleider hüllen und grell geschminkt im Verkehrschaos auf Bombays Straßen um Spenden bitten. In Indien nennt man intersexuelle Menschen traditionell Hijras. Sie leben seit Jahrhunderten meist in kleinen Gruppen oder Wohngemeinschaften, verdienen ihren kargen Lebensunterhalt durch Prostitution und Bettelei und genießen in der hinduistischen Gesellschaft einen ambivalenten Status: obwohl sie weitgehend gemieden und abgelehnt werden, dürfen sie zu bestimmten familiären Anlässen und während eines großen jährlichen Festes auch rituelle Zeremonien durchführen. Thomas Wartmann porträtiert drei Hijras aus Bombay, die trotz ihres gesellschaftlichen Schattendaseins die einzige Freiheit verteidigen, die sie haben: nämlich jene, weder Mann noch Frau zu sein.

Ein Film, der mit intensiven Bildern - ohne Off-Kommentar und gänzlich frei von Voyeurismus - Innenansichten aus dem Alltag der Hijras und Subkulturen des modernen Indiens zeigt.

| Mi 11.10., 19:30, Einführung: Hans-Peter Hagmann | Mi 25.10., 19:30 | Fr 27.10., 21:45 |

 


 

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