PSYCHOANALYTIKER STELLEN FILME VOR

DER EISSTURM

THE ICE STORM

Regie: Ang Lee | Kamera: Frederick Elmes Musik: Mychael Danna | mit Kevin Kline, Joan Allen, Sigourney Weaver und Tobey Maguire
| USA 1997 | DF und OmU | 112 Min. |

Ang Lee hat einen Roman, der die Eigenheiten der amerikanischen Gesellschaft in den 70ern beschreibt und in einer Zeit und in einem Milieu spielt, die nach Parodie förmlich schreien, in einen – auch humorvollen – Film übersetzt, der an keiner einzigen Stelle die respektierende Distanz zu seinen Figuren übertritt. Die Beschreibung des Kernmodells Familie bei Ang Lee macht geltend, dass vor aller Ironie erst einmal genau hinzuschauen sei.

Der Film ruht sich nicht aus auf der geschickten Architektur seiner Leitmotive – die Eiswürfel auf der Schlüsselparty, die tiefgefrorenen Thanksgiving-Puten, das Schmutzigblau der Farben, schließlich die Erstarrung der Welt im Eisregen – sondern gleitet entlang an Bildoberflächen und Sprachfloskeln, die ihm sowenig wie seinen Figuren den Trost eines möglichen, »tieferen« Gegenentwurfs bieten können. Lee analysiert, er verklärt nicht.

| Di 25.07., 21:30, OmU | Fr 28.07., 19:30, DF, Filmanalyse: Dr. Otto Beckmann | Sa 29.07., 22:00, OmU |

 


 

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