SOMEWHERE IN BETWEEN – PIERRE COULIBEUFS FILME

» Das Überschreiten der Grenzen zwischen den künstlerischen Disziplinen, das Interesse für die Übersetzung einer Kunst in eine andere, genauer gesagt: der Transfer von bildender Kunst, Literatur, Fotografie, Tanz oder Performance ins Kino markiert den Kern der Arbeiten von Pierre Coulibeuf (geb. 1949 in Elbeuf, Frankreich). Die Arbeiten des französischen Filmemachers und Künstlers entstehen in enger Zusammenarbeit mit Künstlern anderer Sparten wie Schriftstellern, Philosophen, Choreografen, Fotografen und bildenden Künstlern – so zum Beispiel Marina Abramovi, Meg Stuart, Jan Fabre, Michel Butor, Pierre Klossowski, Jean-Marc Bustamente u.a.

Sein Werk bewegt sich zwischen den Genres – jenseits von Katego-rien wie Dokumentarfilm, Fiktion oder Künstlerporträt erforscht er die Übergänge und Metamorphosen, die Zwischenräume. Es geht ihm nicht um die Reproduktion oder Dokumentation der Werke anderer, sondern darum, sie filmisch weiterzudenken und ihnen eine neue Dimension hinzuzufügen. Anders gesagt: Coulibeuf ermöglicht Be-gegnungen zwischen den verschiedenen Künsten und setzt sie filmisch so um, dass Kino daraus wird.

In Zusammenarbeit mit dem Centre Culturel Français Freiburg, dem Kunstverein Freiburg und dem Bureau du Cinéma der Französischen Botschaft Berlin.

 

SOMEWHERE IN BETWEEN | LES GUERRIERS DE LA BEAUTÉ | BALKAN BAROQUE | MICHEL BUTOR MOBILE

 


 

SOMEWHERE IN BETWEEN

| Frankreich 2004 | OmeU | 70 Min. |

Zur Eröffnung zeigen wir das außergewöhnliche filmische Porträt SOMEWHERE IN BETWEEN, ein Film, der die choreografischen Recherchen Meg Stuarts in eine assoziative filmische Erzählung übersetzt. Meg Stuart enthüllt das Wesen der Bewegung, das, was man »Mikroereignisse des Körpers« nennen könnte, anhand von individuellen Verhaltensweisen und Gesten des Alltags unterschiedlichster Personen. Der zweite Film, LE DÉMON DU PASSAGE, ist eine Art Bilderrätsel, das die Bilder- und Gedankenketten rekon-struiert, die hinter den Fotografien von Jean-Luc Moulène stecken.

Vorfilm: LE DÉMON DU PASSAGE | 1995 | OmeU | 15 Min. |

| Di 18.07., 20:00 in Anwesenheit des Regisseurs Pierre Coulibeuf |

 


 

LES GUERRIERS DE LA BEAUTÉ

| Frankreich/Belgien/Deutschland 2002 | OmeU | 75 Min. |

Zusammen mit dem Choreografen Jan Fabre arbeitete Coulibeuf an LES GUERRIERS DE LA BEAUTÉ – es entstand eine Fabelwelt aus Tanz, Bewegung und Sinnsuche, eine von den choreografischen und the-atralischen Werken Jan Fabres inspirierte Phantasmagorie, unter Mitwirkung von William Forsythe.

| Do 20.07., 19:30 |

 


 

BALKAN BAROQUE

| Frankreich 2005 | OmeU | 65 Min. |

BALKAN BAROQUE, Pierre Coulibeufs Auseinandersetzung mit der Performance- und Body-Art-Künstlerin Marina Abramovi und deren Universum. Strukturiert wie eine (Auto)Biografie, enthält der Film – in Kinobilder übersetzt – zahlreiche Performances von Abramovi aus den Jahren 1973–1998, bei denen sie ihren eigenen Körper, dessen Belastbarkeit und Schmerzgrenzen, radikal austestet.

Vorfilm: AMOUR NEUTRE | 1995 | OmeU | 28 Min. |

| Di 25.07., 19:30 |

 


 

MICHEL BUTOR MOBILE

| Frankreich 2000 | OmeU | 61 Min. |

MICHEL BUTOR MOBILE ist der Versuch der Rekonstruktion eines Besuchs bei dem Schriftsteller Michel Butor. Die Inszenierung verpflichtet Butor dazu, die Rolle des Schriftstellers zu spielen – er ist der Darsteller seiner eigenen Rolle – wie auch die Besucherin teilweise an der Grenze zur Selbstparodie agiert und so andere Rollen als die der Fachfrau und Expertin andeutet.

Vorfilm: KLOSSOWSKI, PEINTRE-EXORCISTE | 1987/88 | OmeU | 25 Min.

| Do 27.07., 19:30 |

 


 

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