2. TSCHECHISCHE KULTURTAGE

Vom 18. bis 28. Mai veranstaltet die Brücke/Most Stiftung zur Förderung der deutsch-tschechischen Verständigung und Zusammenarbeit die 2. Tschechischen Kulturtage in Freiburg und zum zweiten Mal ist das Kommunale Kino mit aktuellen und preisgekrönten Filmen dabei. Das volle Programm der Kulturtage steht im Internet unter www.tschechische-kulturtage.de zum Downloaden bereit. Wir bedanken uns bei der Brücke-Most Stiftung und dem Tschechischen Kulturzentrum München für Ihre Unterstützung!

 


 

ERKLÄRT EUROPA! – Was hat Europa, was andere nicht haben?

Zur Eröffnung der »2. Tschechischen Kulturtage in Freiburg und in der Regio« laden die Veranstalter zu einem Empfang und zur Ausstellungseröffnung »ERKLÄRT EUROPA« ein:

Fotoausstellung 18. 5. – 5. 6. 2006

ERKLÄRT EUROPA! – Was hat Europa, was andere nicht haben?

»Erklärt Europa!« – Inmitten der Diskussion über die künftige Gestaltung Europas recherchierten der Fotograf Michael Adams und der Prager dpa-Journalist Wolfgang Jung an der Moldau und stellten Menschen in Prag stets die gleiche Frage: Was hat Europa, was andere nicht haben? Das Ergebnis sind 20 großformatige Porträts von prominenten und weniger prominenten Tschechen und ihre Ansichten über Europa.

| Vernissage: Do 18.05. 18.00 in der Galerie im Alten Wiehrebahnhof |

 


 

Neues Tschechisches KINO

ICH LEBE NOCH MIT KLEIDERSTÄNDER, MÜTZE UND KELLE · ZWEI FILME VON ALICE NELLIS: ENE BENE | FAMILIENAUSFLUG MIT KLEINEN GEHEIMNISSEN · DIE JAHRESZEIT DES GLÜCKS · DER SCHLÜSSEL ZUR BESTIMMUNG VON ZWERGEN ODER LEMUEL GULLIVERS LETZTE REISE

Weitere tschechische Filme sind im Kinderkino zu sehen.

 


 

Ich lebe noch mit Kleiderständer, Mütze und Kelle

ICH LEBE NOCH MIT KLEIDERSTÄNDER, MÜTZE UND KELLE

Ještě žiju s věšákem, plácačkou a čepicí

| CR 2000 | Regie: Pavel Göbl, Roman Svejda | OmeU | 90 Min. |

Der Weichensteller Franta gönnt sich einen »Schuss«. Er und Gábina, die im Bahnhof putzt, planten eigentlich ihre Hochzeit. Doch an diesem Abend geschieht etwas Schicksalhaftes: Frantas Zwillingsbruder Béda stirbt. Dem Bruder ging es finanziell um Welten besser als Franta, auch stand ihm keine Heirat ins Haus. Kann Franta dem ihm in seiner Trunkenheit einkommenden Impuls widerstehen, seine Identität mit der des Bruders zu tauschen? Die absurde Tragikomödie von Pavel Göbl und Roman Svejda basiert auf dem erfolgreichen Theaterstück von René Levínsky.

| Do 18.05., 19.30 zu Gast der Drehbuchautor René Levínsky | Sa 20.05., 21.30 | Fr 26.05., 21.00 |

 


 

ZWEI FILME VON ALICE NELLIS

Die 1971 geborene Alice Nellis studierte an der Filmhochschule FAMU. Ihr Spielfilmerstling ENE BENE bekam international große Beachtung. Für ihren zweiten Spielfilm VYlet erhielt sie am Filmfestival Donostia/San Sebastián 2002 den Preis für den besten Nachwuchsfilm.

Ene Bene

ENE BENE

Eeny Meeny

| CR 2000 | OmeU | 104 Min |

ENE BENE spielt am Tag der ersten demokratischen Wahlen nach der »samtenen Revolution«. In einer tschechischen Kleinstadt richten die Wahlhelfer ein Wahllokal ein und warten auf die Wähler. Jana kommt extra aus Prag in ihre Heimatstadt, um den Platz ihrer Mutter, die sich um den kranken Vater kümmern muss, in der Wahlkommission einzunehmen. Sie ist dann auch die Fremde, die Außenstehende, die die Lügen und Mauscheleien in der festgefügten Gemeinschaft aufbricht. Aber auch ihre Prager Welt erscheint aus der Ferne in einem anderen Licht. Mit Ironie und Leichtigkeit zeigt Alice Nellis alltägliche zwischenmenschliche Probleme ebenso auf, wie die Unzulänglichkeiten der noch jungen Demokratie und der Politik im Allgemeinen.

| Fr 19.05., 21.30 | So 21.05., 19.30 | So 28.5., 17.30 |

 


 

FAMILIENAUSFLUG MIT KLEINEN GEHEIMNISSEN

Výlet

| CR/Slowakei 2002 | OmeU | 100 Min. |

Die Wiedergeburt der tschechischen Filmkomödie; ein höchst vergnügliches Roadmovie mit Tiefgang. In einem alten Skoda und einem neuzeitlichen Auto aus westlicher Produktion brechen vier Generationen einer Familie auf zur Fahrt von Tschechien in die Slowakei. Im Gepäck führt die Großmutter die Asche ihres verstorbenen Sohnes mit. Sein letzter Wille war es, in der slowakischen Heimat die letzte Ruhe zu finden. Die äußere Reise wird für jedes Familienmitglied zur Reise zu sich selbst: Verdrängtes und Vergessenes wird wachgerüttelt und die Reise. deckt auch so manchen tragikomischen Konflikt im Binnenverhältnis der nunmehr von einer Staatsgrenze getrennten einstigen Tschechoslowakei auf VYLET (Some Secrets) besticht durch die Leichtigkeit von Drehbuch und Inszenierung, aber auch durch die schauspielerischen Leistungen. Mitreißend ist die feine, aber nie derbe Karikierung der Familienmitglieder.

| Sa 20.05., 19.30 Uhr | So 21.05., 17.30 | Sa 27.05., 21.00 |

 


 

Szene

DIE JAHRESZEIT DES GLÜCKS

Štestí

| CR/D 2005 | Regie: Bohdan Sláma | OmU | 100 Min. |

Bewegend, tragikomisch und liebevoll ist die Geschichte von Monika und Toník, die erfahren, wie man durch die Liebe einen Funken Glück erhaschen kann. Monika und Toník wohnen in einer tschechischen Industriestadt am Rande eines Stahlwerks. Monikas Nachbarin Dascha hat zwei Kinder, einen verheirateten Liebhaber und eine abgelebte Wohnung. Wider Willen springt Monika als Ersatzmutter ein. Toník hilft ihr...

Mit allen großen Stars des tschechischen Kinos und bis in die Nebenrollen exzellent besetzt, ist dem Regisseur großes Kino gelungen, das auf beeindruckende Weise eine tragische Geschichte mit dem Lebensmut und dem Witz seiner Figuren verbindet und den Zuschauer auf diese Weise zugleich erschüttert und optimistisch beschwingt entlässt – in Tschechien einer der erfolgreichsten heimischen Produktionen der letzten Jahre.

| Fr 19.05., 19.30 | Sa., 20.05., 17.30 | So 21.05., 21.30 | Sa 27.05., 17.30 | So., 28.05., 19.30 |

 


 

DER SCHLÜSSEL ZUR BESTIMMUNG VON ZWERGEN ODER LEMUEL GULLIVERS LETZTE REISE

Klíč k určování trpaslíků podle deníků Pavla Juráčka

| CR 2002 | Regie: Martin Sulik | OmeU | 58 Min. |

Ein filmisches Meisterwerk und zugleich das großartigste Denkmal, das ein Regisseur einem anderem machen kann. DER SCHLÜSSEL ist ein quasi-dokumentarisches Porträt, dass das Faktische und Reale respektiert, sich aber auch – nicht nur in seinen nachgestellten Szenen – durch ein wunderbares Gespür für filmische Gestaltung auszeichnet. Das Werk ist dem Drehbuchautor und Regisseur Pavel Juracek gewidmet, einer der wichtigsten Figuren der »Neuen Welle« des tschechischen Films der sechziger Jahre. Dass Juracek auch ein tiefschürfender Kritiker seiner Zeit war, bezeugen seine kürzlich edierten umfangreichen Tagebücher, auf denen Suliks zugleich intimes wie gesellschaftliches Porträt fußt.

| Fr 26.05., 19.30 | Sa 27.05 19.30 | So 28.05., 21.30 |

 


 

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