TSCHERNOBYL – 20. JAHRESTAG (26.4.1986)

ATOMARE STREITIGKEITEN · SPALTPROZESSE – WACKERSDORF

 


 

ATOMARE STREITIGKEITEN

Regie & Buch: Wladimir Tchertkoff
| Schweiz 2004 | DF | 50 Min. |

Tschernobyl 1986 – die atomare Katastrophe. Seither verhindert die Internationale Atomenergiebehörde Dokumentation, Forschung und Hilfe in der betroffenen Region. 55.000 Tote und 80% strahlenkranke Kinder – aber der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist das Eingreifen untersagt; Wissenschaftler, die einen Zusammenhang des Reaktorunfalls mit den zahlreichen Krebskrankheiten beweisen wollen, werden verhaftet und verurteilt. Ein Schlaglicht auf die Verschleierungs- und Verharmlosungspolitik der IAEO und »Mahnung und Warnung vor den grundsätzlich nicht lösbaren Problemen der Atomtechnologie« (Badisch-Elsässische Bürgerinitiativen).

Im Anschluss: Diskussion über die Internationale Atomenergiebehörde und den Widerstand gegen Fessenheim mit Axel Mayer (BUND) und Helga Bergau (Koordinationstreff Fessenheim).

| Do., 27.04., 19:00 mit anschließendem Filmgespräch |

 


 

SPALTPROZESSE – WACKERSDORF

Regie: Bertram Verhaag, Claus Strigel
| BRD 1987 | 95 Min. |

Alles ist anders geworden in der Oberpfalz in dem Augenblick, als man den braven Bürgern dort das atomare Wiederaufbereitungsungeheuer in ihren eher ländlich-beschaulichen Alltag hineinsetzen wollte. Die »Spaltprozesse«, die die Menschen in der Begegnung mit Atomkraftgegnern aus anderen Regionen der Bundesrepublik und Österreichs sowie durch ihren Widerstand gegen das Projekt verändert haben, sind von den bekannten Filmemachern Bertram Verhaag und Claus Strigel in eineinhalb Jahren dokumentiert worden.

Was damals geschehen ist, wirkt bis heute nach: Es hat die Leben der engagierten Bürger verändert, aber auch die Regierungsstellen verhalten sich heute anders als zu Zeiten von Franz Joseph Strauß. SPALTPROZESSE hat zahlreiche deutsche und internationale Preise und Auszeichnungen erhalten. Es ist ein Klassiker der Anti-Atomkraftbewegung der 80er Jahre und heute bereits ein Stück Geschichte. Dabei immer noch so mitreißend wie zu der Zeit, als Polizeihubschrauber im Auftrag der Bayrischen Staatsregierung Reizgas auf Tausende Demonstranten im Taxölder Forst versprühten.

| Do 27.04., 20.15 |

 


 

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