MITTWOCHSKINO

Stories from South Africa No.1:
ZULU LOVE LETTER U-CARMEN

Israel/Palästina: Leben zwischen Grenzen
JUST MARRIED · PROMISES

 


 

Stories from South Africa No.1:

ZULU LOVE LETTER

Szene

Regie: Ramadan Suleman | Buch: Bhekizizwe Peterson, R. Suleman | Kamera: Manuel Teran | Schnitt: Jacques Comets | mit Pamela N. Marimbe, Mpumi Malatsi, Sophie Mgcina, Kurt Egelhof u.a.
| Frankreich/Südafrika 2004 | OmU | 100 Min. |

Während die Mehrheit der südafrikanischen Bevölkerung die Zeit der Apartheid möglichst schnell vergessen will, ist dies für Thandi unmöglich. Als Journalistin war sie damals mit ihrem Kollegen Mike verhaftet worden, als sie Zeugen der Ermordung einer jungen Freiheitskämpferin wurden. Mike überlebte die Gefangenschaft nicht, Thandi brachte, nachdem sie in der Haft gefoltert wurde, eine Tochter zur Welt: Mangi – sie leidet seit Geburt an einer Behinderung.

Die nun 13-jährige Mangi besucht eine Gehörlosenschule und lebt mehr bei ihren Großeltern und ihrem Vater als bei ihrer Mutter Thandi. Obwohl sie nichts dafür kann, plagen Thandi Schuldgefühle wegen der Behinderung ihrer Tochter und sie entfremdet sich immer stärker von ihrer Familie. Doch auch Mangi leidet unter der (eher unbewältigten) Vergangenheit und hofft für sich und ihre Mutter auf die heilenden Kräfte des Zulu Love Letter, ein aus Perlenstickereien und Stoffapplikationen angefertigtes Amulett, das sie im Geheimen herzustellen beginnt.

Beim Filmfestival in Ouagadougou (FESPACO) wurde ZULU LOVE LETTER mit mehreren Preisen ausgezeichnet.

Regisseur Ramadan Suleman: Mitbegründer des ersten schwarzen Theaters in Südafrika (Dhlomo Theatre); Schauspielausbildung; Filmstudium in London und Paris; mehrere Dokumentarfilme. Sein erster Spielfilm FOOLS wurde in Locarno mit dem »Silbernen Leoparden« ausgezeichnet.

| Mi 05.04., 19.30 zu Gast: Regisseur Ramdan Suleman aus Südafrika |

Mit freundlicher Unterstützung der Bundeszentrale für politische Bildung. Veranstaltet im Rahmen von »Fokus Afrika, Africome 2004 - 2006« in Zusammenarbeit mit EZEF.

Am 3. Mai zeigen wir den Film MEMORIES OF RAIN. Die Regisseurin Gisela Albrecht wird anwesend sein.

 


 

Als weiteren Film aus Südafrika zeigen wir U-Carmen in unserer Reihe 'Die Welt der Oper'

 


 

Israel/Palästina: Leben zwischen Grenzen

JUST MARRIED

Regie: Ayelet Bechar
| Israel 2005 | OmeU | 70 Min. |

Herbst 2003 im Norden Israels: 200 Gäste feiern die Hochzeit der Palästinenserin Kifah, der Bräutigam fehlt. Als Palästinenser aus Gaza darf der in Berlin lebende Yazeed nicht zu seiner eigenen Hochzeit in Israel einreisen. Im Sommer 2003 verabschiedete die israelische Regierung ein neues Staatsbürgerschaftsgesetz, das PalästinenserInnen aus den Autonomiegebieten (unter palästinensischer Verwaltung) untersagt, nach Israel einzureisen, sogar, wenn sie mit israelischen StaatsbürgerInnen verheiratet sind.

Suhad, eine Palästinenserin aus Bethlehem, verliebt sich während des Studiums in Rabee aus Jerusalem. Nach drei Jahren, entscheidet sich das Paar zu heiraten und in Jerusalem zu leben, obwohl sie wissen, dass es Suhad nicht erlaubt ist, die Stadt zu betreten. Während einer Vortragsreihe über den Friedensprozess zwischen Israelis und PalästinenserInnen in Deutschland verliebt sich Kifah in Yazeed. Da Yazeed die Einreise nach Israel untersagt ist, entscheidet sich Kifah, ihre Heimat und ihre Karriere hinter sich zu lassen und zieht nach Berlin. Ihr Glaube an gleiche Rechte und Koexistenz geraten ins Schwanken.

Ein preisgekrönter Dokumentarfilm der israelischen Regisseurin Ayelet Bechar!

| Mi 26.04., 19.30 zu Gast: die Regisseurin Ayelet Bechar und die Protagonistin Kifah Mersawi |

In Kooperation mit NAJDEH e.V. Freiburg (Soziale Hilfsorganisation für die Palästinenser) www.najdeh-freiburg.de.vu

 


 

PROMISES

Szene

Regie: B.Z. Goldberg, Carlos Bolado, Justine Shapiro
| USA/Palästina/Israel 2001 | OmU | 106 Min. |

Von 1997 bis Mitte 2000 hat der israelische Filmemacher Goldberg sieben Kinder im Alter von 9 – 13 Jahren porträtiert, die alle in einem Umkreis von 20 Minuten in und um Jerusalem wohnen, aber dennoch Welten auseinander leben. Yarko und Daniel, zwei ›säkulare‹ israelische Zwillinge, leben im jüdischen Westen der Stadt. Sie machen sich Gedanken, welche Buslinien sie zur Zeit am sichersten ins Zentrum bringen; die Angst, jeden Moment in die Luft zu fliegen, fährt mit. Schlomo, Sohn eines ultraorthodoxen Rabbiners, lebt im jüdischen Teil der Altstadt und widmet sich 12 Stunden täglich dem religiösen Studium. Nur einen Katzensprung davon entfernt, im muslimischen Teil der Altstadt, ist Mahmoud, ein Anhänger der Hamas, zu Hause. In einer Siedlung auf israelisch besetztem Gebiet außerhalb der Stadt, wohnt das rechtsnationale Siedlerkind Moische. Faraj und das Mädchen Sanabel wachsen in einem Flüchtlingslager auf, das nach 1967 unter israelische Besatzung kam.

Goldberg lässt die Kinder ihre jeweiligen Lebenswelten zeigen; er lässt ihnen das Wort, wenn sie aus ihrem Alltag und ihren Erfahrungen mit dem Konflikt berichten. Der Verdienst von PROMISES ist es, ein vielschichtiges, persönliches Bild von den Wirkungen eines komplexen Konflikts zu präsentieren.

Nicht zuletzt ist der mehrfach preisgekrönte Film aufgrund seiner Empathie, seinem Respekt und seiner Ernsthaftigkeit, die er seinen Protagonisten entgegenbringt, ein erstaunliches

Dokument kindhafter Sensibilität und Bewusstheit. »Ein Projekt voller Liebe und Hingabe« (Jerusalem Post)

| Mi 19.4., 19.30 zu Gast: die Protagonisten des Films Motasem Alghrouz und Ghassan Saad | So 23.4., 17.30 | In Kooperation mit NAJDEH e.V. Freiburg

 


 

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