HOMMAGE AN KONRAD WOLF

SOLO SUNNY · PROFESSOR MAMLOCK


SOLO SUNNY

Regie: Konrad Wolf | Buch und Ko-Regie: Wolfgang Kohlhaase | mit Renate Krößner, Alexander Lang, Dieter Montag u.a.
| DDR 1979 | 104 Min. |

Sunny lebt solo, aber keineswegs einsam. Als Schlagersängerin vom Prenzlauer Berg tingelt sie mit einer Band durchs Land und sucht den Erfolg. Sie wehrt sich gegen Routine, möchte als Persönlichkeit respektiert werden und sehnt sich nach menschlicher Bindung. Doch sie will keine Kompromisse machen. Den Nackenschlägen und der Verzweiflung zum Trotz sucht sie immer wieder ihren eigenen Weg.

Drehbuchautor Kohlhaase, durch seine frühere Zusammenarbeit mit Regisseur Gerhard Klein eine filmische Berlin-Koryphäe, stellt den Prenzlauer Berg in eindringlichen Bildern vor. Sunnys Wohnung gehörte dem Dramatiker Einar Schleef.

Seine Anregung zur Protagonistin fand Kohlhaase in einem unveröffentlichten Interview von Jutta Voigt über die Schlagersängerin Sanye Torka (1978). Renate Krößners Darstellung der Sunny begeisterte Kritiker wie Publikum; ihre Ausreise 1985 führte dazu, dass die Kinoauswertung ab dem 13. August 1985 gestoppt wurde.

| Do 02.03., 19.30 | Fr 03.03., 21.30 | Sa 04.03., 17.30 |


Szenenfoto

PROFESSOR MAMLOCK

Regie: Konrad Wolf | Buch: Karl Georg Egel, K. Wolf | mit Wolfgang Heinz, Ursula Burg, Hilmar Thate, Lissy Tempelhof u.a.
| DDR 1961 | 100 Min. |

Jahreswende 1932/33: Der jüdische Professor Mamlock ist Chefarzt einer chirurgischen Klinik. Für Politik interessiert er sich nicht. Als sein Sohn sich dem Widerstand anschließt, weist er ihn aus dem Haus. Auch seiner Tochter Ruth will er die antisemitischen Repressalien in der Schule nicht glauben. Doch Mamlock gerät bald selbst in die Mühlen der Zeit. Nie hat er es für möglich gehalten, dass er einmal mit der Aufschrift »Jude« auf dem Arztkittel durch die Straße laufen muss.

Sieben Jahre nach dem Tod des Vaters Friedrich Wolf setzte sich der Regisseur mit dessen schriftstellerischem Erbe auseinander. Friedrich Wolf schrieb das gleichnamige Drama im Exil. Als Erster thematisierte er die Verfolgung von Juden im nationalsozialistischen Deutschland.

| Fr 10.03., 19.30 | Sa 11.03., 21.30 | So 12.03., 19.30 | Di 14.03., 15.00 Dienstagskino |

 


 

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