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MITTWOCHSKINO

 

Unter Null – ARTICA
MINIK

ROMAFILME
KENNEDY IS COMING HOME · PRETTY DYANA · SHUTKA – STADT DER ROMA

 


 

Unter Null – ARTICA

MINIK

| Deutschland 2005 | Regie: Axel Engstfeld |

Als der Arktisforscher Robert Peary 1897 nach New York zurückkommt, bringt er aus Grönland nicht nur einen großen Meteoriten mit, sondern auch fünf Polarinuits. Provisorisch werden sie im Keller des American Museum of Natural History untergebracht.

Inuits sind für die Anthropologen des ausgehenden 19. Jahrhunderts eine rare Spezies und ein Clan von fünf Inuits in New York eine Sensation. Vier von ihnen sterben an Lungenentzündung oder Tuberkulose, nur der zehnjährige Minik überlebt und wird zum Liebling der New Yorker Presse. Zwölf Jahre bleibt er in Amerika, bis ihm die Rückkehr nach Grönland gelingt. Doch er wird hier nicht heimisch.

Der vielfach ausgezeichete Dokumentarist Axel Engstfeld, hat die Spuren von Minik verfolgt. In einer Collage aus Archivmaterial, Dokumenten, Inszenierungen und dokumentarischer Spurensuche erzählt er das dramatische Leben des Inuitjungen. Dabei gelingt auch ein Blick auf die junge Wissenschaft der Anthropologie des ausgehenden 19. Jahrhunderts.

| Mi 08.02., 19.30 |

 


 

ROMAFILME

Bleiberecht für Roma in Deutschland:

> »In der Stadt Freiburg leben ca. 600 registrierte Roma; die große Mehrheit davon ist von der Abschiebung in den Kosovo betroffen. Eine Studie der EU zur Beobachtung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit hat gerade festgestellt, dass die Roma die ‚am stärksten diskriminierte Minderheit’ in Europa sind… So sind zur Zeit von den zweihundertachtzigtausend Roma-Angehörigen im Kosovo nur noch acht- bis zehntausend geblieben. Der Großteil hat, verfolgt vom Hass und den Gewalttätigkeiten der Serben und Albaner die Flucht ergreifen müssen. Die Kfor-Soldaten waren und sind nicht in der Lage, sie vor dem doppelten Hass zu schützen. Auch heute und angesichts der gefahrvollen Situation im Kosovo sollte es sich von selbst verstehen, für ein Bleiberecht der Roma einzutreten. Auch die Kommunen selbst sind aufgefordert, sich aktiv für ein Bleiberecht der Minderheiten aus dem Kosovo einzusetzen.«

Auszug aus dem Freiburger Appell, der unterstützt wird von SAGA (Südbadisches Aktionsbündnis gegen Abschiebung), IBIS (Interkulturelle Bildung Freiburg), Migrantenbeirat der Stadt Freiburg, von einigen Gemeinderatsmitgliedern und vielen Einzelpersonen.

Aus diesem aktuellen Anlass zeigen wir drei neue Filme, die sich mit der Lebenssituation von Roma in der ehemaligen jugoslawischen Republik beschäftigen.

 

KENNEDY IS COMING HOME

Regie: Zelimir Zilnik | Serbien 2003 | OmU | 26 Min. |

 

 

Der Film zeigt die Situation von aus Deutschland abgeschobenen Roma-Flüchtlingen in Belgrad nach der Ankunft am Flughafen sowie in Flüchtlingslagern in Serbien und im Kosovo. Jugendliche erzählen im Gespräch über ihre Situation und die aussichtslosen Perspektiven in Serbien.

 

PRETTY DYANA

Regie: Boris Mitic | Serbien 2003 | OmU | 47 Min. |

 

Seit ihrer Vertreibung aus dem Kosovo versuchen Roma-Flüchtlinge in Belgrad zu überleben. Der katastrophalen Situation im Slum zum Trotz finden sie eine Nische, die ihnen eine Existenz möglich macht. Sie zerlegen alte Citroen Dianas und 2 CVs und funktionieren sie zu Kleinlastern um, die sie dann zum Transport von Altpapier, Flaschen etc. zu nutzen. Dem Film gelingt es, eine Atmosphäre zu erzeugen, die von der bewundernswerten Kreativität und dem unverwüstlichen Optimismus dieser Menschen lebt und zugleich eine Liebeserklärung an den Citroen Diana ist. Eine mitreißende Filmmusik begleitet die Story und lässt die Schikanen der Polizei fast vergessen ...

Gewinner des Dokumentarfilmpreises beim »goEast-Filmfestival« 2005

| Di 14.2. 19.30 | Mi 15.2. 21.45 |

 


 

SHUTKA – STADT DER ROMA

Regie: Aleksandar Manic
| CSR/Serbien/Montenegro 2005 | OmU | 79 Min. |

 

Shutka, 15 Autominuten von der mazedonischen Hauptstadt Skopje entfernt, ist die inoffizielle Hauptstadt der Roma. In Shutka misst sich der Wohlstand nicht am Geld. Hier ist derjenige wohlhabend, der immer wieder in der Lage ist, sich neu zu erfinden. Vielleicht ist dies auch der Grund, warum behauptet wird, in Shutka finden mehr Meisterschaften in irgendwas statt, als irgendwo anders auf der Welt. Seien es Vampirjagden, Türkische-Musikkassetten-sammeln-Weltmeisterschaften oder ein Ausscheidungskampf in Wer-hat-die-schönste-Sonntagsgarderobe-Disziplin. Eine Stadt, die direkt einem Kusturica-Film entsprungen zu sein scheint – voller merkwürdiger Rituale, grotesker Situationen und burlesker Gestalten. Dokumentarisches mischt sich mit schauspielerischen Einlagen der Einwohner, Farbe mischt sich mit Schwarzweiß-Bildern, Animation trifft auf optische Effekte, die den Geist alter Dokumentarfilme zitieren. So entsteht ein sehr spezielles und einzigartiges Portrait dieses ungewöhnlichen Ortes und seiner Bewohner.

| Sa 25.02., 19.30 | Mi 01.03., 19.30 |

 

 


 

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Zuletzt bearbeitet am 31.01.2006 © vivasoft1997-2006 Schreib mal wiederinfo@vivasoft.de