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KINO EXTREM – KILL BILL UND DAS GENREKINO DER 70ER

DIE QUELLEN DES QUENTIN T.

> Exploitationfilme und Genrefilme, vor allem aus den 70er Jahren, zählen zu den Hauptinspirationsquellen der Filme Quentin Tarantinos. Besonders deutlich wurde das in seiner JACKIE BROWN: Musik, Schauspieler und ganze Sequenzen übernahm Tarantino aus Blaxploitationklassikern der 70er. Auch sein jüngstes Werk KILL BILL ist keine Ausnahme: Schon der Vorspann erweist den Shaw Brothers und ihren legendären Martial Arts-Epen seine Referenz, die Inszenierung der Schwertkampforgie im letzten Drittel des Films ist von Genreklassikern wie DAS SCHWERT DES GELBEN TIGERS stark beeinflusst (der übrigens seit Ende Januar in den französischen Kinos wieder zu sehen ist). Das Motiv der einsamen Rächerin hat Tarantino aus LADY SNOWBLOOD übernommen, einem japanischen Schwertkampffilm, der zahlreiche Stilmittel wie gezeichnete Rückblenden und spritzende Blutfontänen einsetzt, die auch KILL BILL prägen. Auch das wunderschöne Titellied des Films, The Flower of Carnage, wurde in den KILL BILL Soundtrack integriert. Ein anderes Grundmotiv des Films – ein professionelles Frauenkommando – übernimmt Tarantino aus der amerikanischen Produktion THE DOLL SQUAD.

 

LADY SNOWBLOOD SHURAYUKIHIME KILL BILL Vol. I THE DOLL SQUAD

 


 

LADY SNOWBLOOD SHURAYUKIHIME

Regie: Toshiya Fujita | Buch: Kazuo Uemura, Kazuo Koike | Musik: Hirao Masaaki | Kamera: Tamura Masaki | mit Meiko Kaji, Ryuurei Ashio, Miyoko Akaza, Daimon Masaaki
| Japan 1973 | OmU | 98 min. |

 

Yuki ist LADY SNOWBLOOD, eine junge Frau, deren Leben nur einen Sinn hat: das ihrer Mutter angetane Unrecht zu rächen. Diese wurde noch vor Yukis Geburt von Banditen überfallen, ihr damaliger Mann ermordet, sie selbst vergewaltigt und ins Zuchthaus verschleppt. In einer stürmischen Winternacht kommt dort Yuki zur Welt, deren Schicksal bereits bei ihrer Geburt besiegelt ist: Sie wird zu einer gnadenlosen Killerin ausgebildet, um die Peiniger ihrer Mutter der Reihe nach aufzuspüren und zu töten.

Neben der kompromisslosen Inszenierung des Rachefeldzugs ist bemerkenswert, dass hier kein wortkarger Macho vom Schlage eines Charles Bronson, sondern eine junge Frau die Rolle des einsamen Rächers übernimmt. Eine Filmperle, der Quentin Tarantino in KILL BILL zu Recht seine Bewunderung ausspricht.

| Do 09.02., 21.45 | Fr 10.02., 21.30 im Double feature mit THE DOLL SQUAD | Sa 11.02., 17.30 | So 12.02., 21.45 |

 


 

KILL BILL Vol. I

Regie und Buch: Quentin Tarantino | Kamera: Robert Richardson | mit Uma Thurman, David Carradine, Daryl Hannah, Michael Madsen u.a.
| USA 2003 | DF | 111 Min. |

 

 

Uma Thurman ist »Die Braut«: Sie wacht aus dem Koma auf und beginnt sich zu erinnern, dass sie auf ihrer Hochzeit niedergeschossen wurde, von ihrem Freund Bill und dem Killerkommando »Tödliche Vipern«, dem sie einst angehörte. Die Braut macht sich auf den Weg, sich zu rächen und mit den »Vipern« und Bill abzurechnen. Eine einfache Rachestory, raffiniert erzählt in Vor- und Rückblenden, mit unterschiedlichen Stilmitteln (grandios: Die Anime-Sequenz), einem Soundtrack, der wie auch die visuelle Gestaltung vieler Szenen, auf den Reichtum des Genrekinos der 60er und 70er Jahre verweist, und ein Muss für alle Freunde klirrender Schwerter.

| Sa 11.02., 21.45 | Di 21.02., 21.30

 


 

THE DOLL SQUAD

Regie: Ted V. Mikels | Buch: Ted V. Mikels, Jack Richesin, Pam Eddy | Kamera: Anthony Salinas | Musik: Nicholas Carras | mit Leigh Christian, Tura Santana, Claudia Jennings u.a.
| USA 1974 | engl. OF | 90 Min. |

 

 

Wenn alle Stricke reißen und die Welt mal wieder in einer »Mission impossible«gerettet werden muss, dann übernimmt »Cobra«, oder tapfere Männer wie James Bond oder Jerry Cotton müssen ran... Oder eben die »Doll Squad«, ein Fraueneinsatzkommando. So in diesem Film, in dem ein Bösewicht mit Pestratten Amerika und den Rest der freien Welt erpresst...

Man sieht dem Film von ASTROZOMBIES-Regisseur Ted V. Mikels an, dass er weder ein der Größe der Bedrohung angemessenes Budget zur Verfügung, noch ein sonderlich talentiertes Team hinter und vor der Kamera hatte, aber das tut dem Vergnügen ja bekanntlich keinen Abbruch und immerhin darf man sich auf ein Wiedersehen mit Russ Meyer-Ikone Tura Santana ( FASTER, PUSSYCAT! KILL! KILL! / DIE SATANSWEIBER VON TITTFIELD ) freuen.

| So 05.02., 21.45 | Fr 10.02., 21.30 im Double feature mit LADY SNOWBLOOD |

 

 


 

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Zuletzt bearbeitet am 31.01.2006 © vivasoft1997-2006 Schreib mal wiederinfo@vivasoft.de