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Psychoanalytiker stellen Filme vor

DIE TRÄUMER

I SOGNATORI

Regie: Bernardo Bertolucci | Buch: Gilbert Adair | mit Michael Pitt, Eva Green, Louis Garrel, Anna Chancellor u.a.
| GB/I/F 2003 | OmU & DF | 114 Min. |

 

 

 

Um Revolution geht es auch in Bernardo Bertoluccis »Die Träumer« (»I Sognatori«), die 1968 mit einem harmlosen Protest gegen die Entlassung von Henri Langlois, Chef der Cinémathèque Française, beginnt. Ein französisches, leicht inzestuöses Geschwisterpaar lernt bei der Demonstration einen jungen US-Amerikaner kennen und nimmt ihn in die bourgeoise Wohnung auf, als die Eltern in die Ferien fahren. Im Vordergrund des Kammerspiels stehen das Auskosten sexueller Freiheit und das Kino; so kann das Trio nicht genug davon kriegen, Filmszenen nachzuspielen und zu erraten. Erst als ein Stein durchs Fenster fliegt, werden sie in die Wirklichkeit zurückgeholt und stürzen sich in den Straßenkampf. Der sexuelle Aufbruch ist zwar sehr ästhetisierend dargestellt, doch es fehlt die Radikalität dieser Zeit. Doch wenn sich das Trio in den militanten Parolen skandierenden Demonstrantenzug einreiht, wenn es Infantilität und Unschuld abstreift, den Sprung zum Erwachsenwerden schafft, und wenn Edith Piaf »Non, je ne regrette rien« singt, dann trifft Bertolucci nicht nur Revolutionsromantiker mitten ins Herz.

| Do 24.11., 19.30 (DF) Referent: Dr. Otto Beckmann | 25.11., 21.30 (OmU) | Sa 26.11., 17.30 (OmU) | Mi 30.11., 21.30 (OmU) |

 

 


 

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